Archiv
Fernsehen an der Tankstelle

Neue Ideen müssen her, um die Kunden öfter per Bildschirm zu erreichen. Out-of-Home-TV heißt das neue Zauberwort.

Kein anderes Medium ist so sehr mit dem Wohnzimmer verbunden wie das Fernsehen. Daran hat sich in vergangenen Jahrzehnten trotz Internets nur wenig geändert. Es gibt nur ein Problem: Der TV-Konsum auf dem heimischen Sofa stagniert. Also müssen neue Ideen her, um die Kunden öfter und zielgerichtet per Bildschirm zu erreichen. Out-of-Home-TV heißt das neue Zauberwort. Hinter der schicken Bezeichnung verbirgt sich nichts anderes, als auch Bildschirme an Tankstellen, Fitnessstudios oder in Discotheken aufzustellen.

Einer der Pioniere in diesem neuen Fernsehgeschäft ist die kleine Firma United Screens aus Unterföhrung. Mit einem riesigen Bildschirm an der Tankstellen-Kasse nutzt das Unternehmen geschickt die Langeweile der Kunden in der Warteschleife. Werber wissen: In diesem Moment ist der Kunde besonders empfänglich für Reklame. Das Beste: Produkte vom Schokoriegel bis zur Tiefkühlkosten werden nicht nur propagiert, sondern gleich an der Ladentheke verkauft. Dadurch lässt sich der Erfolg der TV-Reklame messen. Die per Scanner gesammelten Daten liefern wichtige Erkenntnisse über das Kundverhalten. Das Fernsehen out of home ist auf dem Vormarsch: 400 Großbildschirme hat United Screens schon aufgestellt, und wöchentlich werden es mehr.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%