Fernsehrat berät am Montag über die Abwahl des Fernsehleiters
Umstrittener tschechischer Intendant ist weiter krank

dpa PRAG. In der tschechischen Fernsehkrise hat der umstrittene Intendant Jiri Hodac am Montag seine Arbeit nicht wie geplant wieder aufgenommen. Der Leiter des öffentlich-rechtlichen Senders CT müsse nach einem Kreislaufkollaps weiter im Krankenhaus behandelt werden, sagte eine Sprecherin des 53-Jährigen. Sie machte erneut deutlich, dass Hodac einen Rücktritt ablehnt. Am Montag will der Fernsehrat über eine Abwahl des Intendanten beraten. Das Ergebnis ist offen.

Das achtköpfige Gremium tritt am Mittag zur Beratung zusammen. Für eine Abwahl des Intendanten sind sechs Stimmen nötig. Unabhängig von der Entscheidung des Rates werde das Abgeordnetenhaus am Freitag über das neue Mediengesetz beraten, sagte Parlamentspräsident Vaclav Klaus am Montag. Er sei optimistisch, dass die Novelle verabschiedet werde. Das Regelwerk sieht die Neubesetzung des Fernsehrates vor. Das Gremium würde Hodac vermutlich im Februar abwählen. Die streikenden CT-Redakteure setzten am Montag ihre Besetzung eines Studios fort.

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