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Ferrari-Spionageaffäre weitet sich aus

Die Spionageaffäre in der Formel 1 um Toyota und Ferrari weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft in Modena hatte bereits Anklage gegen zwei ehemalige Ingenieure von Toyota erhoben.

dpa KÖLN. Die Spionageaffäre in der Formel 1 um Toyota und Ferrari weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft in Modena hatte bereits Anklage gegen zwei ehemalige Ingenieure von Toyota erhoben.

Jetzt haben auch die Behörden in Köln eigene Nachforschungen angestellt. "Wir ermitteln gegen Verantwortliche der Toyota Motorsport Gmbh", sagte Siegmar Raupach, der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft.

Staatsanwalt Fausto Casari werfe Angelo Santini sowie Mauro Iacconi die illegale Nutzung von Ferrari-Daten vor, berichtete die "La Gazzetta dello Sport". Die Ermittlungen gegen den ebenfalls verdächtigten Antonio Tentorio seien dagegen eingestellt worden.

Im April letzten Jahres hatte Ferrari-Teamchef Jean Todt in Modena Anzeige wegen Industriespionage gestellt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf einige Techniker, die von Ferrari zu Toyota gewechselt waren. Am 30. November hatte die Kölner Polizei die Privat-Wohnungen ehemaliger Ferrari-Mitarbeiter sowie deren Büros beim Toyota-Rennstall in Köln durchsucht.

Toyota hatte jegliche Verwicklung in einen Spionagefall stets von sich gewiesen. "Die Ermittlungen richten sich gegen ehemalige Ferrari-Mitarbeiter und nicht gegen Toyota", betonte der Rennstall noch Anfang des Jahres bei der Präsentation des neuen Rennwagens in Köln.

Nach Auswertung der beschlagnahmten Daten weigerte sich die Kölner Polizei Anfang des Jahres nach Angaben der "La Gazzetta dello Sport", das Material an die italienischen Behörden weiter zu leiten. Damit schienen die Ermittlungen im Sande zu verlaufen. Nach weiteren Hausdurchsuchungen in Italien kam die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft Modena nun überraschend.

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