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Fertigbau-Branche droht offenbar kräftiger Einbruch

adx LEIPZIG. Die Fertigbaubranche befürchtet bis zu 17 % weniger neue Baugenehmigungen in diesem Jahr . Dies werde in die Produktion des nächsten Jahres "ganz massiv reinhauen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas, der "Leipziger Volkszeitung" (Freitagausgabe). Der Verband führt am Freitag seine Jahrestagung in Leipzig durch. "Im ersten Halbjahr hatte die Fertigbaubranche bundesweit minus zwölf Prozent zu verkraften." Die Monate Juli, August und September hätten jeweils einen Rückgang bei den Baugenehmigungen um mehr als 20 % gebracht, betonte Klaas. Zwar schlage sich dies noch nicht in den diesjährigen Umsätzen der Branche nieder, "weil noch die Aufträge aus der Vergangenheit abzuarbeiten sind". Im vorigen Jahr hätten die Fertigbauer in der Bundesrepublik insgesamt 4,3 Mrd. Mark Umsatz gemacht. Dies sei etwa ein Plus von einem Prozent. "Wir werden für das Jahr 2000, ein ähnliches Ergebnis erzielen", kündigte Klaas an.

Der gegenwärtige Einbruch bei den Aufträgen werde "spätestens nächstes Jahr auf unsere Produktion durchschlagen", schätzt der Verbandsvertreter. Auch die acht Produktionsstätten des Fertigbaubranche in den neuen Ländern hätten unter dieser prekären Entwicklung zu leiden. Verglichen mit der unmittelbaren Nachwendezeit sei der Ostmarkt "fast völlig zusammengebrochen". Der Fertigbau habe im Osten in Spitzenzeiten bei Marktanteilen von 35 % beim Ein- und Zweifamilienhausbau gelegen. Jetzt stehe dieser Wert bei 22 bis 23 %. Damit liege der Osten allerdings deutlich über West-Niveau. Dort ist der Marktanteil seiner Branche im Ein- und Zweifamilienbereich bei 13 %. Klaas führt das darauf zurück, dass es in den neuen Ländern viel weniger Vorurteile gegenüber der Fertigbauweise gebe als im Westen.

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