Fertigungskapazitäten werden verringert
Weiterer Stellenabbau bei GM in Europa

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) will nach eigenen Angaben im Jahr 2002 die Zahl seiner Angestellten in Europa um weitere zehn Prozent verringern und damit noch einmal etwa 1500 Stellen streichen.

Reuters DETROIT. Nach Angaben von Konzernsprecher Jerry Dubrowski vom Mittwoch in Detroit erfolge der Arbeitsplatzabbau zusätzlich zu den bereits für das Jahr 2001 angekündigten Stellenstreichungen um rund zehn Prozent. GM hatte im Oktober angekündigt, im Rahmen seines Sanierungssplans "Olympia" bis 2003 rund 2500 Stellen bei der GM-Tochter Opel in Deutschland zu streichen, in Belgien sollten danach etwa 900 Stellen betroffen sein. Zudem sollten die Fertigungskapazitäten verringert werden. Die GM-Aktie schloss am Mittwoch an der Wall Street mit Kursverlusten.

"Wir streben einen Abbau von zehn Prozent in diesem Jahr an, wie bereits angekündigt und für 2002 einen Rückgang der Angestelltenzahl um zehn Prozent", sagte der GM-Konzernsprecher. Ende 2000 hatte General Motors in Europa 16 700 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Jahr hatte General Motors für das Europa-Geschäft einen operativen Verlust vor Einmalposten von 463 Mill. $ ausgewiesen. Die Konzerntochter Opel hatte mit einem Minus von 982 Mill. DM den größten Verlust ihrer 100-jährigen Geschichte verbucht.

Nach früheren Angaben von Opel-Chef Carl-Peter Forster werde es für Opel schwer werden, das Ziel einer Verringerung des operativen Verlustes in diesem Jahr zu erreichen. "Angesichts der Umstände ist das ein verflucht steifes Ziel", hatte Forster im Oktober gesagt. Der Marktanteil von GM in Europa, einschließlich Opel und anderer Marken, war im Oktober nach Angaben der Europäischen Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) auf 9,9 % von im Vorjahr 10,8 % gesunken.

Die GM-Aktie büßte an der Wall Street in einem schwächeren Marktumfeld 1,33 % auf 47,60 $ ein.

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