Fester Handel führt Indizes auf das Niveau von Anfang August
Neuer Markt über 1 200 Punkte

Die Aktien am Neuen Markt haben nach den aktuellen Kurssteigerungen die Schwelle von 1 200 Punkten überschritten und damit wieder das Kursniveau von Anfang August erreicht.

dpa-afx FRANKFURT. Der Leitindex Nemax 50 stieg am Mittwoch um 4,72 % auf 1 209,23 Punkte. Der alle Aktienbewegungen abbildende Nemax All Share gewann bis 14.15 Uhr 3,16 % auf 1 156,06 Stellen.

Händler sind sich uneins über die zukünftige Entwicklung, wobei die meisten Börsianer positiv eingestellt sind. "Bei 1 240 Punkten liegt noch einmal ein charttechnischer Widerstand", sagte ein Händler. Wenn dieser überschritten werde, sei der Weg zu einem noch höheren Kursniveau frei. Für den anhaltenden Kursanstieg machte der Börsianer die positive Stimmung in den USA verantwortlich. "Der Krieg in Afghanistan dauert jetzt anscheinend doch nicht so lange, wie befürchtet", sagte er.

"Ich traue dem Frieden noch nicht, dazu ging der Aufschwung zu schnell", sagte ein anderer Händler einer Großbank. Letztendlich würde sich das schlechte konjunkturelle Umfeld durchsetzen. Unsicherheit würde hierzulande zudem die Vertrauensabstimmung über Bundeskanzler Schröder am Freitag verbreiten.

Broadvision gefragt

Gefragt waren Aktien des amerikanischen Softwareunternehmens Broadvision , die nach Händlermeinung von Anschlusskäufen nach dem Kursanstieg an der Nasdaq am Vortag profitierten. Die Papiere setzten sich mit einem Plus von 12,33 Prozent auf 3,37 Euro an die Spitze der Gewinner im Nemax 50, dicht gefolgt von den Aktien der Ce Consumer AG. Nach einer 12 %-Steigerung am Vortag legten die Aktien des Chipbrokers nochmals um 11,11 % zu und kosten im Xetra-Handel 12,00 Euro. "Nach Meinung amerikanischer Investmentbanken steht der Halbleitersektor vor einer Erholung", begründete ein Händler.

Die DAB Bank gab mit einem Minus von 0,41 % den Gewinn des Vortags teilweise wieder ab und kostete 17,03 Euro. Am Vortag hatte sich der Aktienkurse um 19 % verbessert. Händler führten die Verluste auf Gewinnmitnahmen zurück. "Außerdem veröffentlicht der Onlinebroker am Donnerstag Zahlen. Da gilt es auf der Hut zu sein", sagte der Börsianer.

Carrier 1 brechen ein

Deutlich fester präsentiertenm sich wiederum die Mitbewerber Consors und Comdirect . Comdirect-Papiere stiegen um 10,00 Prozent auf 10,89 Euro. Consors-Papiere gewannen 5,12 Prozent auf 13,54 Euro.

Die Aktien von Carrier 1 brachen ein, nachdem der Datendienstleister einen hohen Abschreibungsbedarf durch die Umstellung der Rechnungslegung auf US-GAAP, einen gesunkenen Umsatz und ausgeweitete Verluste veröffentlichte. Die Aktien, die Händler als Spielball von Spekulanten bezeichneten, verloren 17,06 % auf 1,41 Euro.

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