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Fester Start in Frankfurt

Nach tagelangen massiven Verlusten sind die deutschen Standardwerte im Dax freundlich in den Handel gestartet.

dpa-afx FRANKFURT. Der Dax startete gut behauptet und zog dann deutlich an. Binnen weniger Minuten gewann der Index um 3,36 % auf 3 914,40 Punkte. Die Werte am Neuen Markt standen dem in nichts nach: Der Nemax 50 legte um 3,78 % auf 709,65 Zähler zu. Die 70 mittleren Werte gewannen 1,05 %. Damit stand der M-DAX bei 3 606,86 Zählern.

Die Lufthansa - nach den Terroranschlägen in den USA um knapp die Hälfte ihres Wertes gefallen - setzte sich mit einem Plus von 8,56 % auf 9,64 Euro mühelos an die Dax-Spitze. Die deutschen Kartellbehörden haben die Fusion mit Eurowings unter Auflagen genehmigt, wurde am Morgen bekannt.

Auch die Anteilsscheine der Deutschen Bank legten kräftig zu und gewannen 5,55 Prozent auf 51,59 Euro. Die größte deutsche Bank hat sich mit der Zurich Financial Services (ZFS) über die Übernahme der Vermögensverwaltungssparte Zurich Scudder Investments geeinigt. Die Bank will in den USA durch Scudder einen festen Stand in der Vermögensverwaltung erhalten und überlässt den Schweizern im Gegenzug ihr Versicherungsgeschäft.

Trotz Presseberichten, wonach die Lastwagensparte von Daimler-Chrysler , Freightliner, in diesem Jahr einen operativen Verlust von 1,2 Mrd. $ erwirtschaften werde, stieg die Aktie des Automobil-Herstellers. Ein Verlust in diesem Bereich sei bereits eingepreist gewesen, sagte ein Händler, wenngleich das Minus recht hoch ausfalle. Daimler-Chrysler zogen um 5,06 % an und kosteten 31,75 Euro.

Bemerkenswert sind nach Ansicht des Händlers auch die Aufschläge der Deutschen Telekom. Der Telekommunikationssektor wird nach seiner Einschätzung gestärkt aus der Krise in Folge der Terroranschläge hervorgehen. Denn wer jetzt noch kein Handy habe, werde sich für Notfälle eins zulegen.

Vor allem in den USA würden viele Verbraucher darüber nachdenken, jederzeit erreichbar zu sein. Denn dort sei die Marktsättigung noch nicht erreicht. Die Telekom stieg um 4,9 % auf 16,66 Euro. Auch die Technologie-Titel wie Epcos, Nokia und Infineon sollten von der steigenden Nachfrage profitieren. Zwar verloren Infineon am Morgen noch moderat, lagen aber mit 14,27 Euro (minus 0,56 %) deutlich über dem historischen Tief von 11,84 Euro.

Die Stimmung habe sich ein wenig aufgehellt, schätzte der Händler den Handelsauftakt ein. Die Hoffnung steige, dass das große Kriegsszenario möglicherweise ausbleibt und die USA mit Antiterrorgruppen und diplomatischen Einsätzen versuchen, die Terroristen zu stellen.

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