Fester wegen Vortagsverlusten
Kein Abgabedruck am Neuen Markt

Der Nemax 50 legte am Donnerstag um 3,02 % zu, der Nemax All Share zog um 1,71 % an. Der Anstieg sei eine Reaktion auf die Kursverluste der vergangenen Tage, sagten Händler. Auf diesem Kursniveau verspürten Anleger kaum Lust verspürten, ihre Aktien zu verkaufen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien am Neuen Markt haben am Mittwoch mit kräftigen Aufschlägen auf die Kursverluste der letzten vier Handelstage reagiert. Der Nemax 50 legte bis 20.01 Uhr um 3,02 % auf 1 755,56 Stellen zu. Der alle Aktien abbildende Nemax All Share zog zeitgleich um 1,71 % auf 1 790,69 Zähler an.

"Der Anstieg ist eine Reaktion auf die Kursverluste der vergangenen Tage", sagte ein Händler in Frankfurt. Positiv sei, dass die Anleger auf diesem Kursniveau kaum Lust verspürten, ihre Aktien zu verkaufen.

Die US-Computerbörse Nasdaq stieg um 2,4 % auf 2 135 Stellen. Die eingetroffenen Konjunkturdaten seien zwar nicht begeisternd gewesen, machten aber zumindest Hoffnung auf weitere Zinssenkungen, sagten Händler. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der Woche zum 26. Mai um 8 000 auf saisonbereinigte 419 000 gestiegen. Analysten hatten im im Vorfeld einen Rückgang um 2 000 auf 405 000 prognostiziert.

An die Spitze der Kursgewinner im Nemax 50 setzte sich EM.TV & Merchandising. Die Aktien legten um 20,46 Prozent auf 3,65 Euro zu. Nach Händlerangaben handelte es sich um eine Reaktion auf die Verluste des Vortages. Auf Abgaben am Vortag reagierte auch der Chipbroker Ce Consumer. Dessen Anteilsscheine verteuerten sich um 16,03 Prozent auf 9,99 Euro.



Die Aktien der Carrier 1 International S.A. brachen den zweiten Tag in Folge ein. Der Anbieter von Sprach- und Infrastrukturdiensten für Internet und Mobiltelefonie hatte schon am Mittwoch über 10 Prozent des Aktienwertes verloren. Am Donnerstag gaben die Papiere nochmals um 5,26 Prozent auf 5,40 Euro nach.



Gegen den Markt sanken die Aktien der Kinowelt AG und der Mobilcom AG. Kinowelt hatte am Montag schlechte Quartalszahlen vorgelegt. Nun folgten die Herabstufungen der namhaften Analystenhäuser. Die rieten zumeist, die Aktie des hoch verschuldeten Unternehmens zu meiden. Die Papiere sanken um 3,61 Prozent auf 4,00 Euro. Mobilcom-Aktien gaben um 1,00 Prozent auf 18,80 Euro ab. "Vor dem Abschluss der UMTS-Finanzierung mit Nokia und Ericsson zu Beginn dieser Woche wurden die Aktien auf über 20 Euro hochgezogen", sagte ein Händler einer ausländischen Großbank. Jetzt befürchteten die Börsianer, dass UMTS-Netz würde eventuell teuer, wenn sich Nokia und Ericsson wegen der eigenen Lage keine billigen Kredite besorgen könnten, hieß es.



Die Aktien des Berliner Softwareherstellers Lipro AG legten trotz eines deutlich gestiegenen Verlustes von 4,7 Mill. Euro im ersten Quartal zu. Bereits im frühen Handel hatten die Papiere um 43 Prozent auf 1,57 Euro gewinnen, nachdem Lipro eine feste Auftragssumme von 3,4 Mill. Euro und "einen aktuellen Bestand an Aufträgen und Liefer-Anfragen" von 20 Mill. Euro gemeldet hatte.



Die Aktien der Brainpool AG gaben um 11,35 Prozent auf 4,06 Euro nach, da das Unternehmen im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht war. Zudem reduzierte Brainpool-Chef Jörg Grabosch seine Planungen für das Geschäftsjahr; die Programmzeitschrift "TV-Total" wird eingestellt.



Seit etwa 16 Uhr stiegen die Aktien der United Visions Entertainment AG. Kurz vor Börsenschluss erfuhren dann alle Anleger den Grund: Der Produzent und Vermarkter von Entertainment-Programmen beabsichtigt, sich mit der internationalen Werbeagentur Scholz & Friends zusammenzuschließen. Die Aktie stieg zum Handelsschluss um 17,85 Prozent auf 8,12 Euro.

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