Festere Wall Street noch ohne Einfluss
Der Dax bleibt auf Talfahrt

ddp-vwd FRANKFURT. Die zum Abend besser tendierenden US-Börsen konnten am Donnerstag die weitere Talfahrt des deutschen Aktienmarktes nicht stoppen. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank um 1,10 % auf 6 277,99 Punkte.

Der Nemax-50 gab 3,03 % auf 2 082,81 Zähler ab. Am Nachmittag war der Neue-Markt-Index sogar unter die Marke von 2 000 Punkten gefallen. Der Mittelwerte-Index MDax schloss dagegen leicht im Plus (0,02 % auf 4 805,15 Punkte)

Händler begründeten die Verluste mit zunächst schlechten Vorgaben der Nasdaq. Diese legte nach zwischenzeitlich stärkeren Verlusten bis gegen 20 Uhr wieder leicht um 0,77 % auf 2 286,47 Zähler zu. Auch der Dow Jones drehte am Abend ins Plus und notierte bei 10 543,69 Punkten. Den Dax drückten zudem Telekom-Verkäufe amerikanischer Adressen, die den Wert am Nachmittag wieder ins Minus zogen. Alle Technologiewerte wurden noch einmal kräftig verkauft, berichteten Händler.

Bei den Standardwerten im Dax erholten sich Bankentitel von ihren Auftaktverlusten und gaben bis zum Abend die rote Laterne an DaimlerChrysler und SAP ab. DaimlerChrysler verloren ohne fundamentale Neuigkeiten 4,45 % auf 54,70 Euro. SAP mussten Abschläge von 3,67 % auf 181,38 Euro hinnehmen. Deutsche Telekom erholten sich am Abend von ihrem Tief bei 24,20 Euro und kletterten nach der Veröffentlichung eines Sommer-Interviews wieder über die Marke von 25 Euro. Die T-Aktie war damit mit einem Plus von 0,32 % der drittstärktes Wert des Tages. Am besten schnitten Henkel ab. Mit einem Aufschlag von 6,04 % auf 73,87 Euro belohnten die Anleger die am selben Tag vorgelegten guten Zahlen. Von den 30 Dax-Werten waren nur 4 im Plus.

Am Neuen Markt standen unter anderem Biotech-Werte auf der Verliererseite. So verbilligten sich Lion Bioscience um 15,8 % auf 48,99 Euro. Constantin Film verloren 12,4 % auf 20,28 Euro. Tagesgewinner waren Intertainment, die ohne ersichtlichen Grund um 33,5 % auf 10,90 Euro zulegten. Von den 50 Wachstumswerten standen am Abend 38 im Minus.

Der Euro gab deutlich nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) ermittelte am Mittag einen Referenzkurs von 0,9056 $. Das waren 0,0090 $ weniger als am Mittwoch. Im Vergleich zur D-Mark verteuerte sich die amerikanische Währung damit von 2,1385 auf 2,1597 Mark. Am Devisenmarkt kostete ein Euro gegen 20.00 Uhr 0,90537 $ (-0,71 %).

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