Festhalten an BHF-Bank
ING hat kein Interesse an der Norisbank

Der niederländische Finanzkonzern ING ist nicht an einer Übernahme der HVB-Tochter Norisbank interessiert. "Wir sind für Deutschland nicht in Kaufstimmung", sagte ING-Finanzchef Cees Maas am Montag am Rande einer internationalen Bankenkonferenz in Berlin.

Reuters BERLIN. Auf die Frage, ob ING für die zum Verkauf stehende HVB-Tochter Norisbank ein Angebot vorlegen wolle, entgegnete Maas: "Nein". Einen Verkauf der deutschen Tochter ING BHF-Bank schloss der Finanzvorstand erneut aus.

Die profitable Nürnberger Norisbank mit ihren gut 100 Filialen und rund 500 000 Kunden steht zum Verkauf, da sie nicht mehr in die auf das gehobene Privatkundengeschäft und den Mittelstand ausgerichtete HVB-Strategie passt. Aus Industriekreisen hieß es am Montag, die Royal Bank of Scotland und HSBC hätten Interesse an der Norisbank signalisiert. Aus Bankenkreisen hatte es Anfang Mai geheißen, auch die Postbank wolle ein Angebot für die Norisbank abgeben. In Medienberichten war auch die zur ING gehörende DiBa als Interessent genannt worden.

ING hält an BHF-Bank fest

An der deutschen Tochter ING BHF-Bank, die im ersten Quartal erneut operativ rote Zahlen geschrieben hat, hält ING fest. "Unser Vorstandschef hat es mehrmals gesagt, wir werden es lösen. Jeder in Deutschland geht durch schwierige Zeiten, so auch wir", sagte Maas. Es sei wahrscheinlich, dass die Tochter 2003 keinen Verlust ausweisen werde, aber die Profitabilitätsziele knapp verfehlen könnte. "Wir hoffen, BHF in diesem Jahr wieder in den schwarzen Zahlen zu sehen. Das ist ein Teil des Plans, aber das heißt nicht, dass sie all unsere Pläne exakt treffen wird."

Die ING BHF-Bank hatte für das erste Quartal einen Vorsteuerverlust von vier Mill. ? nach einem Gewinn von 336 Mill. ? im Vorjahresquartal ausgewiesen. ING hatte bereits Ende März anhaltende Marktspekulationen auf einen Verkauf der deutschen Tochter zurückgewiesen.

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