Festhalten an der Politik des starken Dollar
USA prüfen Konjunkturgefahren

Die Regierung von US-Präsident George W. Bush prüft nach den Worten von Präsidialamtssprecher Ari Fleischer mögliche Gefahren für die Wirtschaft, einschließlich des von der US-Notenbank (Fed) angesprochenen Risikos einer Deflation.

Reuters WASHINGTON. "Die Fed hat gestern eine Erklärung veröffentlicht. Darin hat sie das Wort Deflation nicht ausdrücklich erwähnt. Sie hat aber das Problem angesprochen... und Mitarbeiter der Regierung prüfen die Haltung der Fed in dieser Frage", antwortete Fleischer auf Fragen zu der Warnung der Fed vor einem möglichen "unwillkommenen deutlichen Rückgang der Inflation".

"Das ist einer von vielen Bereichen der Wirtschaft, die regulär geprüft werden", fügte Fleischer hinzu. Die Fed hatte am Dienstag die US-Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen. In ihrer Erklärung an das Zinstreffen hatte die Fed sich besorgt über die Gefahr einer weiteren Konjunkturabkühlung und über einen anhaltenden Rückgang der Inflation geäußert.

Unter einer Deflation versteht man einen umfassenden, anhaltenden Verfall der Verbraucherpreise, der nach Einschätzung vieler Volkswirte die ohnehin schwächelnde Wirtschaft zusätzlich gefährdet.

Auf die Frage, ob ein schwächerer Dollar dazu beitragen könnte, das Deflationsrisiko zu mildern, antwortete Fleischer, es gebe "keine Änderung in der Dollar-Politik". Erst am Dienstag hatte US-Finanzminister John Snow die US-Politik des starken Dollar bekräftigt. Die beste Möglichkeit, die Währung stark zu halten sei es, das Wirtschaftswachstum anzuregen.

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