Festnahme
US-Behörden ermitteln gegen Lufthansa-Mitarbeiter

Die amerikanischen Justizbehörden haben einen Lufthansa-Mitarbeiter im Visier, der am Tag der Terroranschläge mit falschen Papieren und zwei Uniformen der Fluggesellschaft von Deutschland aus nach Chicago fliegen wollte. Sie leiteten ein Strafverfahren gegen Nageeb Abdul Jabar Mohamed al Hadi ein, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

ap WASHINGTON. Die Ermittlungen stünden im Zusammenhang mit den Anschlägen in den USA, Beweise für eine Beteiligung al Hadis gebe es jedoch nicht. Nach Angaben eines Lufthansa-Sprechers in Frankfurt arbeitete al Hadi im Verkauf in Jemen. Es sei jedoch nicht klar, ob er bei der Fluggesellschaft angestellt war. Es sei allerdings nicht ungewöhnlich, dass ein Verkaufsmitarbeiter zwei Uniformen im Gepäck habe. Ob der Mann dienstlich unterwegs war, sei derzeit noch nicht bekannt.

Al Hadi wurde den US-Angaben zufolge am 11. September in Kanada festgenommen. Er befand sich an Bord eines Lufthansa-Flugzeugs, das wegen der Sperrung des US-Luftraums nach den Terroranschlägen in New York und Washington in der kanadischen Stadt Toronto landete. Der Mann reiste mit einem Flugticket, das auf einen falschen Namen ausgestellt war. Er hatte drei in Jemen ausgestellte Pässe bei sich, die jeweils sein Foto, aber verschiedene Namen und Geburtsdaten enthielten.

Im Gepäck des Festgenommenen, das mit einem vorherigen Flug nach Chicago gebracht worden war, fanden die Ermittler zwei Lufthansa-Uniformen, mindestens eine Ausweiskarte und Schriftstücke mit arabischen Schriftzeichen. Al Hadi hatte ein Visum für die USA, das am 2. September von der amerikanischen Botschaft in Jemen ausgestellt worden war.

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