Festnahme von Taliban-Chef Omar verlangt
USA droht mit Ende der Nordallianz-Unterstützung

Nach dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes in Afghanistan bestehen die USA strikt auf der Festnahme des Milizenführers Mullah Mohammed Omar.

ap WASHINGTON. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte am Donnerstag in Washington, ein Leben Omars in Freiheit sei mit den Zielen der US-Regierung unvereinbar. Falls Omar bei den Kämpfen nicht getötet werde, müsse er gefangen genommen und an die USA überstellt werden.

Der Nordallianz-Repräsentant in den USA, Haron Amin, sagte, Washington habe damit gedroht, jegliche Unterstützung einzustellen, falls dem Taliban-Führer eine Amnestie gewährt werde. Der designierte Chef der afghanischen Interimsregierung Hamid Karsai sagte der Nachrichtenagentur AP, er wisse nicht, wo Omar sich aufhalte, wolle ihn aber festnehmen. Die Zeit der Taliban sei abgelaufen, betonte Karsai.

Rumsfeld betonte, die USA würden den Militäreinsatz auch nach dem Fall der letzten Taliban-Bastion Kandahar fortsetzen. Es gebe noch immer Widerstandsnester in Afghanistan, und der mutmaßliche Terroristenführer Osama bin Laden sei noch nicht gefasst.

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