Festnetzgesellschaft startet neue Vertriebsformen
Otelo verkauft Verträge an der Tankstelle

Mit neuen Vertriebsformen wie Direktvertrieb und Tankstellen-Verkauf will die Telefongesellschaft Otelo GmbH mit Sitz in Köln ihre Marktstellung ausbauen.

gil KÖLN. In 2000 Lekkerland-Tobaccoland-Verkaufsstellen, 500 Esso-Tankstellen und 1 500 Lotto-Annahmestellen werden seit April Standardprodukte mit geringem Beratungsbedarf verkauft. Mit der Direktvertriebsgesellschaft Amway hat Otelo zudem eine Kooperation vereinbart. Weiterer Partner ist der Berliner Versorger Ares Energie AG. Wechselseitig bieten beide Strom und Telefontarife an.

Die Festnetzgesellschaft Otelo, die seit April vergangenen Jahres zu Arcor und damit zu Mannesmann gehört, konzentriert sich im Rahmen der Zwei-Marken-Strategie im Konzern auf Privatkunden und kleinere Unternehmen. Dagegen betreut Arcor vor allem die Firmenkunden. Otelo wird aber auch als Dienstevermittler für die Konzernschwester D2 auftreten. Gestartet wird mit einem Koppelprodukt für Festnetz und Mobilfunk. Der Kunde werde nur eine Rechnung für alle Gespräche erhalten, sagte Siegfried Römer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Otelo.

Zwei-Marken-Strategie zahlte sich aus

Die Zwei-Marken-Strategie hat sich nach Angaben des Sprechers der Geschäftsführung, Christian Ehrentraut, für Otelo ausgezahlt und funktioniere sehr gut. "Mit einer Million Vertragskunden sind wir unter den neuen Telefongesellschaften Marktführer bei festen Privatkunden", sagte Ehrentraut. Der zweitgrößte Anbieter, Mobilcom, habe 300 000 Kunden weniger. Zu Spitzenzeiten verbucht Otelo 21 Millionen Verbindungsminuten pro Tag. Den Umsatz im ersten Halbjahr 2000 gab Ehrentraut mit 240,6 Mill. Euro an. Damit liege Otelo voll im Plan.

Allerdings schreibt Otelo nach wie vor rote Zahlen. Man befinde sich immer noch in der Anlaufphase, sagte Ehrentraut. Doch im nächsten Jahr soll die gesamte Arcor-Gruppe die Gewinnschwelle erreichen. Genaue Zahlen und Umsatzziele für das Jahr 2000 wollte der Otelo-Chef nicht nennen. Denn die neue britische Muttergesellschaft Vodafone plane für die Arcor-Gruppe den Börsengang, die Entscheidung hierüber falle in den nächsten Wochen.

Den Stellenabbau nach der Umorganisation hat Otelo nach Angaben der Geschäftsführung überwunden und stockt wieder auf. Nach der Übernahme durch Arcor wurde die Zahl der Mitarbeiter von 2 600 auf jetzt 700 gesenkt.

Knapp 700 der bisherigen Mitarbeiter sind zu Arcor gewechselt, mit denen in Essen eine gemeinsame Servicegesellschaft betrieben wird. Seit Jahresanfang werde wieder eingestellt, jetzt habe Otelo 70 bis 80 offene Stellen.

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