Festnetzsparte T-Com soll sich stabilisieren
Telekom setzt auf Mobilfunk

Die Deutsche Telekom rechnet im laufenden Geschäftsjahr damit, dass ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum im Mobilfunk die verhaltene Geschäftsentwicklung in anderen Segmenten mehr als ausgleichen wird.

Reuters BONN. Die Telekom teilte am Mittwoch bei der Vorlage der endgültigen Zahlen für den Neun-Monats-Zeitraum 2002 mit, die Mobilfunk-Sparte T-Mobile strebe im Gesamtjahr ein Umsatzwachstum von über 30 Prozent an und einen Anstieg des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) von mehr als 50 Prozent. Für den Konzern ergebe sich im Gesamtjahr ein deutlicher Fehlbetrag und ein klarer Umsatzzuwachs. Die Telekom bekräftigte zudem ihre Erwartung, das operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern zu können.

An der Börse wurden die deutlich angehobenen Geschäftsprognosen für die Mobilfunksparte positiv beurteilt. Die Aktie konnte jedoch ihre Verluste aus dem frühen Handel zunächst nicht ganz wettmachen und notierte am frühen Nachmittag mit einem moderaten Abschlag von 0,7 Prozent auf 11,22 Euro.

Die Mobilfunksparte wird im Jahr 2002 nach Telekom-Angaben besser abschneiden als bisher prognostiziert. Im Vorjahr hatte der Umsatz von T-Mobile 14,6 Milliarden Euro betragen, der operative Gewinn hatte sich auf 3,14 Milliarden Euro summiert. Zudem rechnet der Konzern mit einer Stabilisierung seiner Festnetzsparte T-Com, nachdem er dort im ersten Quartal einen kräftigen Margenverlust erlitten hatte. In der größten Konzernsparte sei mit einer stabilen Entwicklung von Umsatz und Betriebsergebnis in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen, hieß es weiter.

Für die Systemhaussparte T-Systems bekräftigte die Telekom ihre Umsatzprognose weitgehend. Es sei mit einem leicht rückläufigen Umsatz im Jahr 2002 zu rechnen. Allerdings strebt die Sparte nun nach Angaben der Konzernmutter Telekom an, die in den bisherigen drei Quartalen verzeichnete Verbesserung des Ebitda fortzusetzen. Für die kleinste Konzernsparte T-Online bestätigte die Telekom ihre Erwartungen, dass die Profitabilität weiter verbessert werde.

Die bislang vorläufigen Ergebnisse wurde mit dem Geschäftsbericht am Mittwoch endgültig bestätigt. Danach steigerte die Telekom ihren Umsatz im dritten Quartal um 7,2 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro und ihr Ebitda um 2,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Der Nettoverlust betrug im Quartal 20,6 Milliarden Euro, da umfangreiche Wertberichtigungen für das US-Mobilfunkgeschäft vorgenommen wurden.<(p>

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