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Feuchtes Raumklima erhöht Anfälligkeit für AsthmaDPA-Datum: 2004-07-14 14:27:11

Ulm (dpa) - Feuchtes Raumklima steigert die Anfälligkeit von Kindern für Asthma. Die Häufigkeit der Erkrankung sinkt dagegen bei zunehmender Höhe in den Bergen sowie bei starken jahreszeitlichen Schwankungen von Temperatur und Feuchtigkeit.

Ulm (dpa) - Feuchtes Raumklima steigert die Anfälligkeit von Kindern für Asthma. Die Häufigkeit der Erkrankung sinkt dagegen bei zunehmender Höhe in den Bergen sowie bei starken jahreszeitlichen Schwankungen von Temperatur und Feuchtigkeit.

Diese deutlichen Trends zeigt eine weltweite Studie mit Daten von mehr als 660 000 Kindern von 6 und 7 sowie 13 und 14 Jahren. An der International Study of Asthma and Allergies in Childhood (Isaac) ist die Universität Ulm beteiligt, die am Mittwoch erste Ergebnisse veröffentlichte.

Eine Teiluntersuchung von rund 220 000 Jungen und Mädchen in 12 westeuropäischen Staaten ergab: Erhöht sich die relative Leuchtfeuchte in Innenräumen um 10 Prozent, steigt die Häufigkeit von Asthma um 2,7 Prozent. Anzunehmen seien dabei bessere Lebensbedingungen von Milben, Bakterien und Schimmelpilzen, die als Allergieauslöser wirken können, sagte Mitautor Prof. Stephan. Er leitet die Abteilung Epidemiologie an der Universität Ulm.

«Die Forscher fanden ferner, dass mit zunehmender Höhe über dem Meeresspiegel sowie mit zunehmender Variabilität von relativer Feuchtigkeit und Temperatur der Außenluft im Jahresverlauf die Häufigkeit von Asthma abnahm.» Ein anderes Ergebnis der Untersuchungen: Die Häufigkeit der Neurodermitis wuchs mit dem Abstand der Studienregion vom Äquator. Das heißt zum Beispiel: Die Anfälligkeit für die Hauterkrankung ist in Skandinavien, Sibirien, Kanada, Neuseeland und Südafrika höher als in der Karibik, am Amazonas, am Kongo und in Indien. Die exakten Gründe dafür müssten noch erforscht werden.

Die Mediziner erhoben Daten klimatischer Langzeitbedingungen an etwa 150 Studienzentren in mehr als 50 Staaten. Forschungsergebnisse erscheinen in der Juliausgabe der Fachzeitschrift «Occupational and Environmental Medicine».

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