Feuer am Düsseldorfer Flughafen
„Die Angst sitzt tief“

Stinkender Qualm treibt Tränen in die Augen, es riecht nach verbranntem Kunststoff. Vor dem Hauptgebäude des Düsseldorfer Flughafens steht neben einer Menge Feuerwehrwagen auch ein Panzerfahrzeug des Bundesgrenzschutzes. Donnerstagmittag am Düsseldorfer Flughafen: Bei einem Feuer in der Tiefgarage unter dem Hauptgebäude werden sechs Menschen verletzt.

HB/dpa DÜSSELDORF. Für viele Augenzeugen weckt das Feuer und das Heulen der Sirenen Erinnerungen an die Brandkatastrophe vor sieben Jahren, bei der 17 Menschen starben und 88 verletzt wurden. "Die Angst sitzt tief. Ich habe sofort gedacht: Bitte nicht noch einmal", berichtet Reise-Kauffrau Annette Schlemmer (35). Sie arbeitet seit zehn Jahren am Airport und hat die Brandkatastrophe von 1996 miterlebt.

"Es ist ein sehr blödes Gefühl, man denkt, es wäre gestern gewesen", sagt sie, als die Feuerwehrleute ihre Schläuche einrollen und die Ankunftsebene wieder frei gegeben wird. "Ich habe die Sirene gehört. Dann kam auch schon das Sicherheitspersonal und hat uns raus geführt", sagt Katharina Junginger (28). "Es gab keine Panik, aber einige Leute waren ganz schön aufgeregt."

Vlado Dukic (55) arbeitet seit 25 Jahren in einer Kaffeebar des Flughafens. Seine Gäste erzählten ihm von dem Feuer. "Das Gefühl von '96 kam wieder hoch. Aber diesmal war schnell klar, dass es nichts Schlimmeres war", berichtet er.

Auf der Anzeigetafel sind am Nachmittag bei fast allen abfliegenden Maschinen Verspätungen ausgewiesen. Von 12.58 Uhr bis 13.21 Uhr war der Flugverkehr vorsichtshalber unterbrochen worden, weil die Airport-Feuerwehr mit den Löscharbeiten in der Ebene U zwei der Tiefgarage direkt unter dem Zentralgebäude beschäftigt war. "Kein Anschlag, vermutlich nur ein Motorbrand", beruhigt eine Polizistin.

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