Feuerwehrleute brauchen Pause: Massiver Einsatz von Helikoptern soll Buschbrände löschen

Feuerwehrleute brauchen Pause
Massiver Einsatz von Helikoptern soll Buschbrände löschen

Mit dem massiven Einsatz von drei Spezialhubschrauber und einer Vielzahl von Löschflugzeugen sollen am Mittwoch die Buschfeuer an der Südküste des australischen Bundesstaates New South Wales erstickt werden. Nach australischen Medienberichten sollen Feuerwehrmänner die betroffenen Gebiete kontrollieren, um ein erneutes Aufflackern der Flammen zu verhindern.

dpa SYDNEY. Der zuständige Feuerwehrchef Phil Koperberg hofft auf einen Atempause für seine erschöpften Kollegen. Die drei Spezialhubschrauber können mit einer Kapazität von neun Tonnen Wasser Ziel genau Brandherde bekämpfen.

Die Spezialhubschrauber durften aus Sicherheitserwägungen am Mittwochvormittag (Ortszeit) zunächst nicht starten. Dadurch konnte sich die Flammen im Morton Nationalpark im Gebiet von Shoalhaven - rund 100 Kilometer südlich von Sydney - weiter nach Norden ausbreiten, betonte der örtlicher Feuerwehrkommandant Brian Perry. Perry zeigte sich über die Verzögerung besorgt, da auf Grund eines Wechsels der Windrichtung am Nachmittag die Stadt Nowra von den Flammen bedroht werden könnte.

Die Feuerwehr konzentrierte ihre Einsätze auf eine 45 Kilometer lange Feuerfront in diesem Gebiet, da es den Flammen gelungen war eine Feuerbarriere zu überwinden.

Bereits am Dienstag waren die verheerenden Buschbrände im Südosten weitgehend unter Kontrolle gebracht worden. "Für den Augenblick scheint das Schlimmste vorbei zu sein", sagte Koperberg. Zugleich wurde jedoch auch vor einem neuen Aufflammen von bestehenden Glutnestern gewarnt.

Nach gut zwei Wochen mit bis zu 100 Brandherden forderte die Regierung Westaustraliens, den Kampf gegen Buschfeuer landesweit besser zu koordinieren. Australien sei zwar Beistandsabkommen für Buschbrände in den USA eingegangen, es gebe aber keine inneraustralischen Vorkehrungen ähnlicher Art, schrieb der Chef der Regionalregierung, Eric Ripper, an Premierminister John Howard.

Außerdem begannen Debatten über den richtigen Ort zum Wiederaufbau der rund 170 verbrannten Häuser. Traditionell bauen die Menschen die Häuser wieder an den gefährdeten Orten auf. "Manche Menschen lernen nie", sagte eine Bewohnerin, Agnes Amundsen. Während es bei der aktuellen Katastrophe bislang keine Toten gab, waren bei den letzten großen australischen Buschfeuern 1994 vier Menschen gestorben. 1983 waren es sogar 76, 1968 gab es 14 Opfer.

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