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Feuerwerk und Barbecue

Jeans und T-Shirt, Grill und Truthahn! Die meisten US-Investoren dürften ihre Freizeitausrüstung am Morgen schon dabei haben. Denn angesichts des bevorstehenden "Independence Days" freuen sich die Märkteilnehmer heute über einen verkürzten Handelstag.

New Yorks Aktienmärkte schließen den Handel bereits um 13:00 Uhr (19:00 Uhr MESZ). Morgen bleibt die New York Stock Exchange geschlossen. Die Börsianer rechnen für heute mit einem niedrigen Handelsvolumen. Die Futures deuten vorbörslich auf einen knapp behaupteten Handelsstart. Vor allem Technologiewerte dürften schwächer notieren. Verisign, I2 Technologies und Adobe gehören vorbörslich zu den größten Verlierern.

Erneut belasten Gewinnwarnungen das Marktgeschehen. Neben Rational Software und I2 Technologies wird auch DuPont mit seinem Quartalsergebnis enttäuschen. Der zweitgrößte US-Chemiekonzern wird die Gewinnprognosen im zweiten Quartal deutlich verfehlen. Statt der erwarteten 53 Cents pro Aktie wird der Gewinn höchstens 45 Cents pro Aktie betragen. Der Konzern wird nur einen halb so hohen Gewinn ausweisen können wie noch im Vorjahresquartal. Das Management machte die schlechte Wirtschaftslage in den USA und den Auslandsmärkten verantwortlich. Bereits am vergangenen Freitag warnte Branchenkollege Dow Chemical vor schlechten Quartalszahlen. Der US-Chemieprimus machte die nachlassende Nachfrage nach Chemieprodukten dafür verantwortlich. Eastman Chemicals veröffentlichte gestern ebenfalls eine Gewinnwarnung. Die Aktie von DuPont gehört vorbörslich zu den größten Verlierern.

Kursgewinne bei Honeywell dürften heute einen Teil von DuPonts Punkteverlusten im Dow Jones Index ausgleichen. Nachdem die Übernahme durch General Electric gescheitert ist, treiben Spekulationen über andere potenzielle Übernahmekandidaten die Aktie vorbörslich ins Plus. Wettbewerbskommissar Mario Monti hat heute das Geschäft platzen lassen. Es ist das erste Mal, dass sich die Europäische Kommission über eine Entscheidung der amerikanischen Wettbewerbsbehörde hinwegsetzt. Durch das Übernahmetheater hat Honeywell in den vergangenen Monaten über ein Drittel an Wert verloren.

Eher schwächer dürften am Dienstag die Aktien der Pharmaindustrie notieren. Die Branche blickt auf ein schwaches zweites Quartal zurück. In den abgelaufenen drei Monaten hat der Sektor zehn Prozent schwächer performt als der S&P 500 Index. Negative Nachrichten und ein relativ schwaches Preisgefüge haben Pharmawerte belastet. Für das dritte Quartal rechnen die Analysten von Goldman Sachs nicht mit einer Verbesserung. Bis zum Herbst würden der Branche die Impulse fehlen. Die Zulassung neuer Medikamente oder die Markteinführung neuer Präparate stünde nicht an. Dennoch zählen Merck und Eli Lilly nach wie vor zu den Favoriten der Analysten.

Leichter könnte heute auch die Aktie von Flextronic in den Handel starten. Der zweitgrößte Elektronikkonzern und Motorola verhandeln erneut über einen 30-Millionen Dollar-Deal. Wegen der schwächeren Nachfrage auf dem Mobiltelefonmarkt wird nun nachverhandelt. Flextronic sollte den zweitgrößten Mobiltelefonhersteller über fünf Jahre mit Elektronikkomponenten für Mobiltelefone und Pager versorgen. Die Analysten von Goldman Sachs bestätigen die Aktie von Flextromic auf der Empfehlungsliste. Motorola büßt im ausserbörslichen Handel an Wert ein. Die Aktie von Konkurrent Nummer Eins, Nokia, tendieren dagegen gut behauptet.

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