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Fiat bestätigt Jahresziel - Operativ zurück in schwarzen Zahlen

(dpa-AFX) Turion - Der italienische Fiat-Konzern < F.MIX > < Fiat.FSE > hält nach einem operativ besser verlaufenen zweiten Quartal an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. So soll auf Konzerebene weiterhin im laufenden Geschäft die Gewinnschwelle erreicht werden. Im zweiten Quartal hatte der Konzern operativ in die schwarzen Zahlen zurückgefunden, das Sorgenkind Autosparte war allerdings noch tiefer in die Verlustzone gerutscht.

(dpa-AFX) Turion - Der italienische Fiat-Konzern < F.MIX > < Fiat.FSE > hält nach einem operativ besser verlaufenen zweiten Quartal an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. So soll auf Konzerebene weiterhin im laufenden Geschäft die Gewinnschwelle erreicht werden. Im zweiten Quartal hatte der Konzern operativ in die schwarzen Zahlen zurückgefunden, das Sorgenkind Autosparte war allerdings noch tiefer in die Verlustzone gerutscht.

Das Konzernergebnis fiel im Rahmen der Analystenerwartungen aus, die Autosparte blieb jedoch hinter den Prognosen zurück. An der Mailänder Börse kletterte die Fiat-Aktie zuletzt um 1,41 Prozent auf 6,41 Euro. Die meisten Beobachter warten nach Auskunft von Händlern allerdings auf den Kommentar des neuen Unternehmenschef Sergio Marchionne, der die Zahlen in einer Analystenkonferenz am frühen Nachmittag präsentieren und erläutern wird.

Operativ IN DER Gewinnzone

Wie das Unternehmen am Montag in Turin mitteilte, war das operative Ergebnis von minus 25 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr plus 18 Millionen Euro gestiegen. Damit traf der Konzern die Erwartungen der Experten. Von der Nachrichtenagentur AFX News befragte Experten hatten das operative Ergebnis von Fiat in einer Spannbreite von minus 25 bis plus 23 Millionen Euro.

"Die Gruppe wird auch in der zweiten Jahreshälfte weiter an der Umsetzung des Sanierungsplans arbeiten, um den Gewinn zu steigern, die Kosten zu senken und so die Margen zu verbessern", hieß es in der Unternehmens-Mitteilung. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr einen Umbauplan vorgelegt, der unter anderem den Abbau von weltweit über 12.000 Stellen vorsieht.

Die positiven Signale des zweiten Quartals hätten Fiat zur Beibehaltung der Jahres-Prognose veranlasst, hieß es weiter. Noch vor wenigen Tagen hatte der neue Unternehmenschef Sergio Marchionne in mehreren Interviews das noch aus der Ära seines Vorgängers Giuseppe Morchio stammende Breakeven-Ziel als "unrealistisch" und kaum haltbar kritisiert.

Nettoverlust Ausgeweitet

Der Nettoverlust, der im vergangenen Jahr noch 27 Millionen Euro betragen hatte, vergrößerte sich im zweiten Quartal deutlich. So fiel im zweiten Jahresviertel ein Minus von 464 Millionen Euro an. Analysten hatten mit einem konzernweiten Quartalsfehlbetrag zwischen minus 37 bis minus 480 Millionen Euro gerechnet. Allerdings wird von Analysten das operative Ergebnis als die wichtigere Kennzahl betrachtet. Der Umsatz verringerte sich unterdessen nur geringfügig. Er ging von 12,46 auf 12,332 Milliarden Euro zurück.

Der Schuldenberg von 4,410 Milliarden Euro (März) wurden zu Ende Juni auf 4,254 Milliarden Euro gesenkt, hieß es weiter.

Höherer Operativer Verlust IN DER Autosparte

Die Autosparte, das Sorgenkind des Konzerns, rutschte im zweiten Quartal im laufenden Geschäft weiter in die roten Zahlen. Das operative Ergebnis sank von minus 234 im Vorjahr weiter auf minus 282 Millionen Euro. Dabei blieben die Umsätze mit 5,197 Milliarden Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau. Hier traf Fiat die Analystenerwartungen nicht - die Experten hatten mit einem operativen Ergebnis zwischen minus 150 und minus 260 Millionen Euro gerechnet.

Die Sportwagensparte Ferrari präsentierte einen operativen Verlust von 12 Millionen Euro nach 7 Millionen Euro im Vorjahr. Hier hatten sich Wechselkurseffekte und höhere Forschungs- und Investmentkosten für neue Modelle negativ in der Bilanz ausgewirkt. Die Nutzfahrzeugsparte Iveco steigerte sich operativ von 20 Millionen im Vorjahr auf nunmehr 102 Millionen Euro. Iveco bewertet den eigenen Markt derzeit positiv und sieht sich durch eine solide Auftragslage gut gerüstet.

Unterdessen legte die Komponentensparte Magneti Marelli einen operativen Gewinn von 29 Millionen Euro (Vj: 13 Mio) vor. Comau rutschte von 19 auf 8 Millionen Euro, und die Metall-Tochter Teksid steigerte sich von 4 auf 10 Millionen Euro. Aus den USA flossen 174 Millionen Euro der Bautochter CNH in das operative Konzernergebnis, nach 113 Millionen Euro im Vorjahr.

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