Fiat Deutschland wird bereits 2003 dreistelligen Millionenbetrag verdienen
Panda soll bei Fiat die Wende einläuten

Der angeschlagene italienische Fiat-Konzern hat einen neuen Hoffnungsträger mit einem bekannten Namen: Panda. Er soll die Marke zurück in die Köpfe der Kunden bringen: "Wir sind wieder da" heißt das Signal, das sich Fiat-Deutschlandchef Klaus Fricke von dem Stadtflitzer verspricht.

HB/hof FRANKFURT. Schließlich seien es vor allem erfolgreiche Kleinwagen gewesen, die das Bild der Marke geprägt hätten. 7 000 Exemplare des Modells, das in Polen gefertigt wird, sind für Deutschland in diesem Jahr noch geplant. Nach Frickes Angaben liegen bereits vor der Markteinführung 4000 Bestellungen für das Auto vor.

Niemand in der Automobilindustrie braucht zurzeit einen Erfolg dringender als der tief in den roten Zahlen steckende Fiat-Konzern. Nachdem der Golf-Kontrahent Stilo die Hoffnungen nicht erfüllt hat, muss der Panda unbedingt punkten. 560 Mill. Euro hat das Unternehmen in das Auto investiert, sagte der Chef der Fiat-Lancia-Autosparte, Gianni Coda bei der Präsentation des neuen Flitzers. Die Wichtigkeit des Autos für die angeschlagene Fiat-Gruppe zeigen die ambitionierten Verkaufsziele: 2004 sollen mindestens 200 000 Panda verkauft werden, fast die Hälfte davon in Italien.

Welchen Stellenwert Kleinwagen in der Vergangenheit für Fiat hatten, zeigt die Marktanteilsentwicklung: In Deutschland hatten die Italiener 1988 bei den Stadtflitzern einen Anteil von mehr als 50 %. Mehr als 30 000 Pandas wurden damals hier zu Lande gekauft. Mittlerweile ist der Anteil auf magere 4 % geschrumpft. Fricke hofft darauf, ihn 2004 zumindest zurück auf 7 % bringen zu können.

Doch die Zeiten haben sich nicht nur bei Fiat geändert. Die Konkurrenz hat aufgeholt und greift auch in diesem Segment an: Der französische PSA-Konzern schickt den neuen Citroën C 2 ins Rennen, Opel hat dem Agila ein neues Gesicht verpasst, aus Korea kommen preisgünstige Angebote von Daewoo und Daihatsu. VW Lupo, Ford Ka und Renault Twingo buhlen ebenso um die Kunden von Stadtflitzern wie die Lifestyle-Autos von Smart und Mini, gegen die der neue Lancia Y aus dem Hause Fiat antritt. In Deutschland fällt etwa jeder zwanzigste Neuwagen in diese Kategorie, in Südeuropa ist der Anteil noch höher.

Der Panda steht am Anfang einer Fiat-Produktoffensive. Als nächstes folgt der Kompaktvan Idea auf der Basis des Punto. Auch die Modellpaletten von Alfa Romeo und Lancia werden aufgefrischt. In spätestens drei Jahren will Fiat Auto damit aus den roten Zahlen fahren.

In Deutschland ist die operative Ergebniswende schon im laufenden Jahr gelungen. Fricke erwartet nach hohen Verlusten in den vergangenen Jahren für 2003 einen "Gewinn im dreistelligen Millionenbereich". Die Hälfte dazu soll das reine Autogeschäft, die andere Hälfte die Finanzierungstochter beitragen. Gespart hat der Fiat-Deutschlandchef dabei an allen Ecken: Prozess- und Verwaltungskosten wurden ebenso gesenkt wie die Ausgaben für Marketing und Vertrieb.

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