Archiv
Fiat plant keine weitere Kapitalerhöhung - Gerüchte um SanierungsplanDPA-Datum: 2004-07-20 12:08:03

(dpa-AFX) Mailand - Der Fiat-Konzern < F.MIX > < Fiat.FSE > plant keine weitere Kapitalerhöhung, um seinen Sanierungsplan zu realisieren. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Reaktion auf einen Pressebericht mit. Der neue Unternehmenslenker Sergio Marchionne hatte der Zeitung "La Repubblica" (Dienstagausgabe) gesagt, um den Plan umzusetzen, würden 3 Milliarden Euro benötigt, die Fiat aber nicht habe. "Was auch geschieht, es wird keine weitere Kapitalerhöhung geben, um den Plan zu finanzieren", betonte das Unternehmen in der Mitteilung.

(dpa-AFX) Mailand - Der Fiat-Konzern < F.MIX > < Fiat.FSE > plant keine weitere Kapitalerhöhung, um seinen Sanierungsplan zu realisieren. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Reaktion auf einen Pressebericht mit. Der neue Unternehmenslenker Sergio Marchionne hatte der Zeitung "La Repubblica" (Dienstagausgabe) gesagt, um den Plan umzusetzen, würden 3 Milliarden Euro benötigt, die Fiat aber nicht habe. "Was auch geschieht, es wird keine weitere Kapitalerhöhung geben, um den Plan zu finanzieren", betonte das Unternehmen in der Mitteilung.

Gleichzeitig wollte sich ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFX News nicht zu Spekulationen von "La Repubblica" äußern, laut dem Marchionne den Sanierungsplan überarbeiten will. Der Maßnahmenkatalog war im vergangenen Jahr von Marchionnes Vorgänger Giuseppe Morchio vorgelegt worden. Marchionne hatte Morchio im Juni 2004 an der Spitze des Unternehmens abgelöst.

Abbau VON Mehr ALS 12.000 Stellen

Fiat hatte im vergangenen Jahr den Abbau von weltweit 12.300 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2006 angekündigt, 9.500 davon sollten außerhalb Italiens wegfallen. Hierfür führte der Konzern bereits im vergangenen Jahr eine Kapitalerhöhung im Höhe von 1,8 Milliarden Euro durch, die von einem Konsortium italienischer und ausländischer Banken garantiert wurde. Neben den Einsparungen durch die Stellenkürzungen sollen laut Plan bis 2006 insgesamt 19,5 Milliarden Euro vor allem in neue Produkte sowie in Forschung und Entwicklung investiert werden.

Sergio Marchionne glaubt inzwischen allerdings nicht mehr daran, die auf dem Sanierungsplan basierende Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses in diesem Jahr erreichen zu können. Die Prognose sei "unrealistisch" und angesichts des Streiks in Melfi, der den Konzern die Produktion von mehr als 130.000 Wagen gekostet hatte, "übertrieben optimistisch", sagte er "La Repubblica".

Zahlen AM Montag

Fiat wird am kommenden Montag (26. Juli) seine Zahlen präsentieren. "Alle unsere Zukunftsaussagen wird am Montag Sergio Marchionne treffen", kündigte das Unternehmen am Dienstag an.

Laut Zeitung ist für die kommende Woche auch ein Treffen mit den Gewerkschaften über die weitere Zukunft des Werkes in Mirafiori anberaumt, dem möglicherweise eine Verkleinerung droht. Wie "La Repubblica" weiter schreibt, sei zudem der Verkauf des Dieselgeschäfts an General Motors < GM.NYS > < GMC.FSE > möglich, um die Allianz mit dem US-Autobauer aufzulösen. GM und Fiat betreiben gemeinsam das Diesel-Joint Venture Powertrain.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%