Fiat und VW im April die großen Verlierer
Europäer fahren auf asiatische Marken ab

Immer weniger neue Autos rollen auf Westeuropas Straßen. Im April wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat 6,5 % weniger Neuwagen zugelassen.

HB/hof FRANKFURT. Das teilte der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mit. Hauptgründe für die Kaufzurückhaltung waren der Irak-Krieg und die allgemeine Wirtschaftsflaute. Das Minus fiel nach Angabe des Verbandes der deutschen Automobilhersteller VDA aber auch deswegen so hoch aus, weil in diesem Jahr die verkaufsfreien Osterfeiertage im Gegensatz zum Vorjahr im April lagen.

Nach vier Monaten des Jahres 2003 summiert sich der Rückgang in den Büchern der Automobilhersteller nun bereits auf 180 000 Neuwagen. Betroffen von der Flaute sind fast alle europäischen Marken, während asiatische Anbieter wie die koreanische Kia und die japanische Ford-Tochter Mazda - wenn auch auf niedrigem Niveau - dem Negativtrend trotzen konnten. Dagegen verkaufte vor allem der Volkswagen-Konzern weniger Autos. Schlechter schnitt von den großen Konkurrenten nur noch die krisengeschüttelte Fiat ab.

Seit Jahresbeginn ging der Absatz des VW-Konzerns in Westeuropa bereits um mehr als 50 000 auf 877 000 Fahrzeuge zurück. Die Marktführerschaft mit einem Anteil von 17,5 % konnte der Autohersteller nach den ersten vier Monaten 2003 dennoch verteidigen. Allerdings ist die französische PSA- Gruppe vor allem Dank des Erfolgs der Marke Citroën bis auf zwei Prozentpunkte herangerückt.

Deutlich gelitten hat im April auch erneut die Marke BMW. Das Unternehmen begründet dies ebenso wie Volkswagen mit anstehenden Modellwechseln. So steht bei den Bayern die Vorstellung der neuen 5er-Serie bevor, bei VW ist der Verkauf des Minivans Touran und des Geländewagens Touareg erst angelaufen. Vor allem aber warten die Wolfsburger sehnsüchtig auf den neuen Golf V, der im September vorgestellt wird. Trotz geringer Verluste im April konnten sowohl Mercedes als auch Opel den Marktanteil leicht steigern, Ford konnte ihn zumindest halten. Überraschend schwach blieben trotz des neuen Golf-Konkurrenten Mégane die Renault-Verkäufe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%