Fifa entscheidet am Mittwoch
Kein Oskar für Rivaldo

Der brasilianische Mittelfeldregisseur Rivaldo muss nach seiner schauspielerischen Einlage im Spiel gegen die Türkei mit Sperre und einer Geldstrafe rechnen.

dpa SEOUL/MYAZAKI. Für den brasilianischen Star Rivaldo hat die WM-Partie vom Montag gegen die Türkei ein Nachspiel. Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa untersucht, ob sich der Mittelfeldakteur vom FC Barcelona der "Simulation" schuldig gemacht hat. Dies teilte die Fifa am Dienstag mit. Sollte dies der Fall gewesen sein, droht ihm eine Sperre und eine Geldstrafe.

Eine Entscheidung über eine mögliche Strafe soll am Mittwoch fallen, teilte FIFA-Sprecher Keith Cooper am Dienstag in Seoul mit. Die Kommission brauche noch Zeit, um die Videoaufnahmen des WM-Spiels der Brasilianer gegen die Türkei vom Montag in Ulsan zu studieren.

Rivaldo war theatralisch zu Boden gegangen, nachdem ihm der Türke Hakan Ünsal vor einem Eckball für Brasilien den Ball gegen den Oberschenkel geschossen hatte. Ünsal war dafür vom südkoreanischen Schiedsrichter Yung Joo Kim des Feldes verwiesen worden.

Franz Beckenbauer hat den Fußball-Weltverband derweil aufgefordert, den 44-jährigen Schiedsrichter Young-Joo Kim vom weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft auszuschließen. "Nach Hause schicken - sofort", sagte der Präsident des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Der Pfiff zum Elfmeter, den der Brasilianer Rivaldo in der 87. Minute zum 2:1-Siegtreffer genutzt hatte, sei unverzeihlich, stellte Beckenbauer fest. Und: "Es geht nicht, dass ein Spieler zehn Meter vor dem Strafraum festgehalten wird und dann gibt es Elfmeter. Das muss man sehen. Aber irgendeinen Blinden hast du bei einer WM immer dabei."

Die unrühmliche Schauspiel-Einlage von Rivaldo dürfe ebenfalls nicht ohne Konsequenzen bleiben, sagte der ehemalige DFB - Teamchef und zeigte für den unrühmlichen Auftritt keinerlei Verständnis. "So etwas wollen wir bei einer WM nicht sehen", kommentierte Beckenbauer. Solche Unsportlichkeiten dürften nicht ungestraft hingenommen werden: "Das muss die Fifa-Disziplinarkommission entscheiden", so Beckenbauer.

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