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Fifa lehnt Europa-Liga ab

Das Exekutivkomitee des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) hat eine Europa-Liga strikt abgelehnt. Entsprechenden Überlegungen werden nach einer Fifa-Mitteilung vom Montag in 15 europäischen Ligen, darunter die Deutsche Fußball Liga (DFL), angestellt.

dpa ZÜRICH. Das Exekutivkomitee des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) hat eine Europa-Liga strikt abgelehnt. Entsprechenden Überlegungen werden nach einer Fifa-Mitteilung vom Montag in 15 europäischen Ligen, darunter die Deutsche Fußball Liga (DFL), angestellt.

Nach einer zweitägigen Sitzung seines Vorstandes in Zürich betonte die Fifa, einer derartigen Liga stünden die Fifa-Statuten entgegen. Zugleich wies die Fifa die nationalen Verbände an, "die Ligen beziehungsweise Clubs unter Androhung von Sanktionen zurückzupfeifen". Auch die Interessensgemeinschaft europäischer Großvereine, darunter aus der Bundesliga Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, war mit der Idee einer Europa-Liga an die Öffentlichkeit getreten.

Das Exekutivkomitee änderte das eigene Disziplinarreglement so, dass es mit den Vorschriften der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) übereinstimmt. Außerdem wurde ein Zusatz in die Fifa-Regeln für Dopingkontrollen aufgenommen, nachdem Änderungen in der Wada-Liste der verbotenen Substanzen auch für die Fifa automatisch verbindlich sind.

Bestätigt wurde bei der Sitzung eine Entscheidung vom 6. Oktober, nach der der Confederations Cup nach der nächsten Austragung in Deutschland 2005 nur noch alle vier statt alle zwei Jahre stattfindet. Er wird künftig immer im Jahr vor der WM im entsprechenden Gastgeberland ausgespielt. Bei der Besetzung des Achterfeldes akzeptierte die Fifa-Exekutive eine "Verwässerung": Für die Kontinentalmeister von Europa und Südamerika besteht keine Teilnahmepflicht mehr.

Im Transferrecht nahm das Führungsgremium des Weltverbandes eine entscheidende Veränderung vor. Von der neuen Saison an darf ein Spieler innerhalb eines Kalenderjahres zwei Mal den Club wechseln, wenn der zwischen Verein und Spieler bestehende Vertrag vor dem zweiten Transfer im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst wird. Der Wechsel darf jedoch auch weiterhin nur innerhalb der Transfer- Zeiträume erfolgen. Auch eine zweimalige Ausleihe von Spielern ist künftig gestattet. Voraussetzung dafür ist, dass der Spieler nach der Rückkehr zum Stammverein vom ersten Leihclub nur trainiert und keine Spiele bestreitet.

Geregelt hat die Fifa-Exekutive auch Versicherungsfragen für ihre Weltmeisterschaften. Danach muss - zunächst als Test bei der WM 2006 in Deutschland - jeder der 32 teilnehmenden Verbände fünf Prozent seines Preisgeldes in einen Versicherungsfonds einzahlen. Aus diesem Topf werden die Clubs entschädigt, wenn Spieler bei der WM Verletzungen erleiden. Nicht verwendete Mittel aus dem Fonds sollen den Verbänden nach der WM zurückgezahlt werden.

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