Fifa soll Abstellungsgebühren zahlen
Spitzenclubs gehen gegen die Fifa in die Offensive

Ein juristischer Streit zwischen den europäischen Spitzenclubs und den Fußball-Dachverbänden um die Bezahlung von Nationalspielern scheint unausweichlich zu sein. Die so genannte "G14", in der die 18 bedeutendsten Vereine Europas zusammen geschlossen sind, hat den Weltverband Fifa nun auch schriftlich aufgefordert, Abstellungsgebühren bei Weltmeisterschaften zu bezahlen.

HB MÜNCHEN. Sollte die Fifa der Forderung nicht nachkommen, werde man vor den Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg ziehen, sagte Karl-Heinz Rummenigge am Montag in München.

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München gehört zugleich dem fünfköpfigen G14-Vorstand an, der am Wochenende in Madrid die verschärfte Gangart gegen die Fifa entschieden hat. "Dieser Beschluss war einstimmig", sagte Rummenigge. Außer ihm gehören noch Vertreter von Real Madrid, AC Mailand, Ajax Amsterdam und Manchester United dem Führungsgremium an. Die Vereine fordern von der Fifa eine Abstellgebühr zwischen 70 und 80 Millionen Euro.

Als "Riesensauerei" bezeichnete Rummenigge die kategorische Ablehnung seiner Forderung durch Fifa-Präsident Joseph S. Blatter. Der Schweizer hatte am Rande des Fifa-Kongresses in Doha/Katar eine Bezahlung der Vereine ausgeschlossen. "Das kommt nicht in Frage. Die Fifa lädt die Verbände ein, an der WM teilzunehmen. Dieser Logik entsprechend werden die Preisgelder dann an die Verbände ausgeschüttet", bekräftigte Blatter. Sollten die Vereine Geld wollen, müssten sie dies über die nationalen Verbände versuchen.

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