Filialen werden geschlossen
Bei der Südwestbank wird Internet-Banking immer wichtiger

dpa-afx STUTTGART. Für die Südwestbank AG hat sich das Internet-Banking per Computer zur "größten Filiale" des Geldinstituts entwickelt. Das sagte Vorstandssprecher Peter Baumeister am Freitag bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. Rund 350 Kunden wickelten täglich Bankgeschäfte online ab. Eine Umfrage ergab, dass 20 Prozent der Kunden ausschließlich per Computer mit ihrer Bank kommunizieren wollen.

Im vergangenen Jahr schloss die Südwestbank vier ihrer 45 Zweigstellen, weitere Aufgaben sind geplant, hieß es weiter. "Filialen mit weniger als vier Mitarbeitern haben keine Zukunft", sagte Baumeister.

Die Südwestbank will im laufenden Geschäftsjahr Bilanzvolumen und Gewinn weiter steigern. Nach den ersten fünf Monaten zeichne sich ein um 40 Prozent höheres Ergebnis als im Vorjahr ab, sagte der Vorstandssprecher. Die Bilanzsumme wuchs 1999 um 3,2 Prozent auf 6,12 Mrd. DM (3,13 Mrd. Euro), das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge stieg um 1,3 Mill. DM auf 16,1 Mill. DM. Das Geschäftsvolumen nahm im Vergleich zu 1998 um 1,7 Prozent auf 6,37 Mrd. DM zu.

Das Kreditgeschäft entwickelte sich 1999 nach Baumeisters Angaben "recht verhalten", lag aber bei Privatkunden, Dienstleistungen und im Handel leicht im Plus. Die Südwestbank verzeichnet mit knapp zwei Dritteln einen vergleichsweise hohen Anteil der Kredite an der Bilanzsumme. Das Zinsergebnis nahm 1999 um 3,4 Mill. DM ab, konnte aber durch Zuwächse bei den Provisionen in Höhe von 4,9 Mill. DM abgefangen werden. Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand der Südwestbank in beiden Bereichen mit einem Plus.

Aus dem Jahresüberschuss von 6,7 Mill. DM wird wie im Vorjahr eine Dividende im Höhe von vier DM je 50-DM-Aktie ausgeschüttet. Die Südwestbank gehört zu 86 Prozent der Genossenschaftlichen Zentralbank (Stuttgart) und beschäftigt 784 Mitabeiter, fünf weniger als 1998.

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