Filialgeschäft ist interessant
Sparkassen legen Senat Angebot für Bank Berlin vor

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hat dem Land Berlin am Dienstag ein Angebot für die finanziell angeschlagene Bankgesellschaft Berlin vorgelegt. DSGV-Präsident Dietrich Hoppenstedt erklärte, der Vorschlag sei im Kern auf das Retailgeschäft des Berliner Instituts ausgerichtet.

Reuters BERLIN. Dies bilde eine Einheit mit der auf das Groß- und Firmenkundengeschäft sowie weite Teile des Immobiliengeschäfts zielenden Offerte der Norddeutschen Landesbank. (NordLB). Das Filialgeschäft der Bankgesellschaft solle mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse zusammengeführt werden und der unternehmerischen Führung der Hamburger Sparkasse (Haspa) unterstehen. Berlin könne sich als Mehrheitsaktionär der Bankgesellschaft am Konsortium beteiligen.

Das Angebot der Sparkassengruppe umfasst den Angaben zufolge ein Engagement der privaten Haspa, der NordLB, der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) und des DSGV. Die NordLB hatte bereits im August in Abstimmung mit den Sparkassen eine Interessen wahrende Offerte abgegeben, wonach sie die Führung einer Nordost-Landesbank anstrebt und das Sparkassengeschäft öffentlich-rechtlich weitergeführt wird.

Die NordLB ist bislang mit 20 Prozent zweitgrößter Eigner der Bankgesellschaft nach dem Land Berlin, das 56,6 Prozent hält. Vor allem wegen Verlusten im Immobiliengeschäft hat die Bankgesellschaft derzeit einen Kapitalbedarf von etwa zwei Milliarden Euro. Im Zuge der Kapitalerhöhung von bis zu 2,2 Milliarden Euro will die NordLB aber nur bis zu einem Anteil von zehn Prozent mitziehen. Weitere Investitionen bei der Bankgesellschaft hatte die NordLB von Gesprächen mit dem Berliner Senat über eine engere Zusammenarbeit abhängig gemacht.

Der Versicherungskonzern Parion, der bislang 7,5 Prozent an der Bank hält, will nur so viele Aktien zeichnen, dass der Anteil noch bei 2,1 Prozent liegt. Dies dürfte gut zwölf Millionen Euro entsprechen.

Der Senat verhandelt derzeit auch mit anderen Investoren aus dem privaten und öffentlich-rechtlichen Bankensektor an einem Engagement bei der Sanierung der Bankgesellschaft. Dazu gehört auch die internationale Investorengruppe um den US-Investmentbanker Christopher Flowers, der die Bankgesellschaft als Ganzes übernehmen will.

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