Film-Projekt "Fahrenheit 911"
Miramax finanziert neuen Michael-Moore-Film

Die Produktionsfirma Miramax wird sich verhandlungsnahen Kreisen zufolge an der Finanzierung des nächsten Dokumentarfilms des regierungskritischen US-Oscar-Preisträgers Michael Moore beteiligen.

Reuters LOS ANGELES. Nach dem Rückzieher der Produktionsfirma Icon von Schauspieler Mel Gibson werde die Disney-Tochter Miramax Moores Film-Projekt "Fahrenheit 911" mit einigen Millionen Dollar unterstützen, hieß es am Montag in den Kreisen. Der Film wird einen Blick auf die Nachwirkungen der Anschläge vom 11. September 2001 in den USA werfen und angebliche Verbindungen zwischen den Familien des US-Präsidenten George W. Bush und des mutmaßlichen Drahtziehers der Attentate, dem moslemischen Extremisten Osama bin Laden, untersuchen.

Moore ist seit langem einer der angesehensten, aber auch umstrittensten Dokumentarfilm-Macher der USA. Für "Bowling for Columbine", einem Film über die Schusswaffen-Problematik in den USA, hatte er Ende März den Oscar erhalten.

Seine Dankesrede nutze er zu einer heftigen Kritik an der Irak-Politik von Präsident Bush, wofür er sowohl Buhrufe als auch Applaus aus dem Publikum erntete. Zum Bestseller wurde Moores Buch "Stupid White Men", in dem er Bush ebenfalls scharf angreift. Im Februar vergangenen Jahres hatte er in einem offenen E-Mail mit dem Titel "Fahrenheit 911" in Anspielung auf Ray Bradburys Roman-Klassiker "Fahrenheit 451" über Bücherverbrennungen dem Verlagshaus HarperCollins vorgeworfen, die Veröffentlichung seines Buchs angesichts der Anschläge vom 11. September hinausgezögert zu haben.

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