Filmindustrie bangt um Zweitverwertung
Illegale Star-Wars-Premiere

Nachdem einen Tag vor dem Kinostart eine illegale Kopie von "Spider-Man" im Internet aufgetaucht war, haben Kino-Piraten jetzt erneut zugeschlagen. Kurz vor dem Start der neuen Star Wars-Episode ist der potenzielle Kassenfüller bereits im Netz entdeckt worden.

md DÜSSELDORF. Direkte Umsatzeinrüche an den Kassen sind zwar wohl noch nicht zu erwarten. Doch bei den Hollywood-Studios herrscht Alarmstimmung. Das Herunterladen von Filmen droht ebenso zum Massenphänomen zu werden, wie das Downloading von Musikfiles. Dabei werden die Raubkopierer lukrativer Kinofilme immer dreister, vor allem aber immer schneller. Mittlerweile erscheinen die Kopien nicht erst kurz nach der Premiere, sondern schon vor der ersten offiziellen Aufführung.

Wie der Spiegel in seiner Online-Ausgabe meldet, hat es diesmal 20th Century Fox erwischt. Eine kopierte Version von "Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger" ist eine ganze Woche vor dem weltweiten Start im Internet verbreitet worden. Laut "Los Angeles Times" sei die Kopie offenbar bei einer privaten Vorführung des Films mit einer digitalen Kamera von der Leinwand abgefilmt worden. Der Zeitung zufolge dürften schätzungsweise eine Million Leute den Film gesehen haben, bevor er im Kino anläuft.

Das gleiche Schicksal hat kürzlich erst Columbia ereilt. Ein Tag vor dem Kinostart stand "Spider-Man" im Netz. Allerdings brachte das Startwochenende dem Studio ein Rekord-Einspielergebnis. Die tatsächlichen Verluste durch die Piraterie treten denn auch erst später auf. Dem Hamburger Magazin zufolge bangt die Filmindustrie um die lukrative Zweitverwertung im Video- und DVD-Bereich.

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