Fimatex ist interessiert
Schmidt: Consors-Verkauf noch 2001 möglich

Einem Zeitungsbericht zufolge haben etliche ausländische Banken Interesse bekundet. Offenbar soll Consors nicht zerschlagen werden.

Reuters FRANKFURT. Consors-Vorstandschef Karl-Matthäus Schmidt kann sich einem Zeitungsbericht zufolge einen Verkauf des Online-Brokers noch in diesem Jahr vorstellen. Zahlreiche ausländische Banken hätten schon Interesse bekundet, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Paul Wieandt, der von einer Auffanggesellschaft aus fünf Großbanken als Chef des Consors-Mehrheitsaktionärs Schmidt-Bank eingesetzt worden war, habe ihm zugesichert, dass Consors als Ganzes verkauft und nicht zerschlagen werden solle. Im kommenden Jahr wolle Consors mit Hilfe von Kostensenkungen die Gewinnschwelle überschreiten, zitierte die Zeitung Schmidt.

Der frühere BfG-Bank-Chef Wieandt hatte sein Amt in Hof am Montag angetreten. Die Auffanggesellschaft will Consors, an der die Schmidt-Bank 64,5 % hält, verkaufen. Über den Zeitpunkt und die Umstände eines Verkaufs wird seither spekuliert. Nach Ansicht von Experten muss Consors schnell verkauft werden, um nicht an Wert zu verlieren. Analysten hatten mit einem solchen Schritt noch in diesem Jahr gerechnet. Eine Consors-Sprecherin hatte allerdings zuvor noch gesagt, der Verkauf solle zwar so rasch wie möglich über die Bühne gehen, dies werde aber allein aus abwicklungstechnischen Gründen nicht mehr 2001 gelingen.

Offenes Interesse an Consors hatte der französische Online-Broker Fimatex angemeldet, der zur Societe Generale (SocGen) gehört. Die Postbank hatte konkrete Verhandlungen zuletzt dementiert.

Die Consors-Aktie gab am Mittwoch um 3,1 % auf 9,31 ? nach.

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