Finale in Gruppe C
Mutu: "Gegen die Niederländer revanchieren"

Per Elfmeter hätte Adrian Mutu für den Sieg Rumäniens gegen Italien sorgen können - doch er scheiterte an Gianluigi Buffon. Gegen die Niederlande kündigte Mutu nun "Revanche" an. Der Einzug ins Viertelfinale erscheint machbar – eigentlich könnte es keinen besseren Gegner als die Niederlande geben.

Der Entschuldigung folgte die Kampfansage: "Ich bitte um Verzeihung für den verschossenen Strafstoß - aber ich werde mich dafür gegen die Niederländer revanchieren", erklärte Rumäniens Star-Stürmer Adrian Mutu, der den Fans in der Heimat beim 1:1 im EM-Spiel gegen Weltmeister Italien eine emotionale Achterbahnfahrt beschert hatte. Doch obwohl Italien-Legionär Mutu kurz nach seinem Führungstreffer (55.) aus elf Metern versagte (81. ) und seine Wahlheimat (noch) nicht aus dem Turnier warf, können die Rumänen aus eigener Kraft das Viertelfinale erreichen.

Mit Sieg gegen Niederlande weiter

Mit einem Sieg gegen die Niederlande am Dienstag in Bern (20. 45 Uhr/live im Zdfinfokanal) würde das Team um Mutu, der von der Zeitung Evenimentul Zilei als "Engel und Teufel" bezeichnet wurde, ins Viertelfinale einziehen - Italien und Vize-Weltmeister Frankreich wären eliminiert. Nur bei einem Remis oder einer Niederlage der Rumänen ist der Ausgang der gleichzeitig stattfindenden Partie zwischen der Squadra Azzurra und der Equipe Tricolore in Zürich (live im ZDF) überhaupt von Bedeutung.

"Wir werden uns erst einmal nicht über das andere Spiel informieren lassen. Wichtig ist nur, wie wir spielen. Wir wollen mit dieser jungen Mannschaft ins Viertelfinale, und wir haben die Chance, das nun zu schaffen. Wir haben es in den eigenen Händen", sagte Rumäniens Generaldirektor und Sportchef Ioan Lupescu, dessen Schützlinge den zweiten Viertelfinal-Einzug in der rumänischen Fußball-Geschichte perfekt machen können. Dies gelang bisher nur im Jahr 2000, als die Rumänen die Deutschen und die Engländer in der Vorrunde hinter sich ließen.

Um diesen Coup erneut zu schaffen, könnte es für das Team von Trainer Victor Piturca eigentlich keinen besseren Gegner als die Niederlande geben. Beide Mannschaften standen sich schon in der Qualifikation gegenüber und dabei zeigten die Erben von Ikone Gheorghe Hagi, zu was sie in der Lage sind. Sie holten vier von sechs möglichen Punkten gegen Holland und gewannen ihre Gruppe am Ende mit drei Punkten vor der Mannschaft von Bondscoach Marco van Basten.

"Teams kennen sich sehr gut"

"Beide Teams kennen sich sehr gut. Es gibt keine Geheimnisse mehr", erklärte Lupescu, dem die überragenden Auftritte der Elftal bei der EM natürlich nicht verborgen geblieben sind: "Sie haben gegen Italien und Frankreich alles getroffen, es läuft bei ihnen und sie sind brandgefährlich. Sie sind in Top-Form und haben die besten Stürmer der Welt. Es wird also sehr schwer für uns."

Allerdings könnten die Niederländer ihre Gefährlichkeit durch den Einsatz der Reservisten reduzieren. Schließlich wäre der angenehme Nebeneffekt einer Niederlage das Aus der Top-Favoriten aus Italien und Frankreich. Von diesen Gedankenspielen hält Lupescu aber nichts: "Wir könnten uns ja im Halbfinale wieder treffen. Aber vielleicht will Holland dort lieber gegen Italien oder Frankreich anstatt gegen uns spielen."

© SID

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