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Finalstimmung: Vierkampf um Aufstieg, 7 Teams zittern

Düsseldorf (dpa) - Im spannenden Saisonfinale der zweiten Liga herrscht in acht von neun Stadien echte Endspiel-Stimmung. Vier Mannschaften kämpfen noch um den dritten Aufstiegsplatz, sieben Teams droht der Absturz in die Drittklassigkeit.

«Aachen muss gewinnen, wir werden gewinnen», tönte Christian Heidel, Manager von Aufstiegs-Anwärter FSV Mainz 05, vor dem Rheinland-Pfalz-Derby gegen Eintracht Trier, «denen geht doch viel mehr die Klammer als uns». Vor den finalen Duellen greifen alle Beteiligten zu den obligatorischen Psychotricks.

Nur ein Team aus dem Quartett Aachen (3. Platz/53 Punkte), Mainz (4./51), Cottbus (5./51) und Oberhausen (6./50) wird dem 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld in die Bundesliga folgen. Aachen kann das Kunststück als einziges Team aus eigener Kraft schaffen. Mit einem Sieg beim abstiegsbedrohten Karlsruher SC wären die «Men in Black» erstmals nach 34 Jahren wieder erstklassig. «Beim KSC geht es um die Existenz, und ich behaupte: Wir sind stärker im Kopf», sagte Aachens Mittelfeldstratege Karlheinz Pflipsen.



Mainz empfängt mit Trier eine Mannschaft, die ungefährdet im «Niemandsland» der Tabelle auf Platz neun steht. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp und Aachen holt beim KSC keine drei Punkte, gingen die Mainzer auf Grund der besseren Tordifferenz als Erstligist ins Jahr ihres 100. Vereins-Jubiläums. Der «Aufsteiger der Herzen» könnte die traumatischen Erfahrungen der Jahre 2002 und 2003, als der schon sicher geglaubte dritte Aufstiegsplatz am letzten Spieltag verloren ging, vergessen machen.

Die Verfolger Cottbus und Oberhausen dagegen scheinen sich schon selbst abgeschrieben zu haben. «Wer glaubt noch an den Nikolaus?», fragte etwa Cottbus-Kapitän Christian Beeck. Bei Energie ist vor dem großen Finale gegen Regensburg reichlich Feuer unter dem Dach. Trainer Eduard Geyer schimpfte nach der jüngsten Niederlage in Unterhaching über seine «trostlose Truppe». Die «Lausitzer Rundschau» lästerte: «Energie hat sich so dumm wie ein Radfahrer angestellt, der mit seinem Gefährt einfach nicht durch das weit geöffnete Scheunentor passt.» Der Coach von RWO, Jörn Andersen, sagte vor der Partie gegen den VfL Osnabrück: «Ich glaube nicht mehr an den Aufstieg.»

Im Tabellenkeller müssen vom Zehnten Greuther Fürth bis zum 16. Jahn Regensburg insgesamt noch sieben Teams zittern. Nur noch theoretisch gefährdet sind die Fürther, am schlechtesten sieht es für deren Gegner VfB Lübeck (15.) und die Regensburger aus. Der einzige Ort, an dem die Fans die verbleibenden 90 Minuten dieser Zweitliga- Saison völlig stressfrei verfolgen können, ist die Bielefelder Alm. Rund um das «Freundschafts-Spiel» gegen den MSV Duisburg (8.) feiert die Arminia den siebten Aufstieg in die Erste Liga.

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