Financial Times hat Plattner falsch zitiert
SAP-Aktie steigt nach Analystenschelte

Gegen die negative Tendenz im Dax kletterte das SAP-Papier am Mittwoch um 3,2 % auf 44,65 Euro und war damit mit Abstand der größte Gewinner in dem Börsenbarometer.

Reuters FRANKFURT. Die Äußerungen Plattners am Dienstag in Frankfurt waren in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" vom Mittwoch als Kritik des SAP-Co-Chefs an den negativen Erwartungen der Analysten zum dritten Quartal und zum laufenden Geschäftsjahr interpretiert worden.

"Die Analysten liegen so grottenfalsch, dass ich mich wundere, wieso sich professionelle Anleger nach ihnen richten", sagte Plattner dem Blatt zufolge. Ein SAP-Sprecher sagte am Mittwoch in Walldorf, die Interpretation sei falsch. Plattner habe sich vielmehr auf die Abweichungen zu den Prognosen in der Vergangenheit bezogen und nicht auf die aktuellen Umfragen. Zum dritten Quartal wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Reuters hatte zuvor eine Konsensschätzung von 19 befragten Analysten veröffentlicht, von denen fast zwei Drittel mit einer erneuten Revision der Umsatz- und Ertragsziele rechnen, wenn SAP am 17. Oktober seine Quartalsergebnisse publiziert. Bisher geht der Softwarekonzern mit einem Umsatzzuwachs von fünf bis zehn Prozent und einer Umsatzrendite von 21 % aus.

Dennoch reagierte die Börse auf den Artikel: "Die Aktie steigt wegen des Zeitungsberichts, obwohl wir wissen, dass (er) falsch zitiert wurde", sagte der Aktienstratege einer deutschen Großbank. Dennoch halte die Bank an ihrer Ansicht fest, dass SAP seine Ziele nicht erreichen werde. Zumindest werde der Konzern erklären, dass er am unteren Ende der Erwartungen liegen werde.

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