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Finanz- und Technologieaktien sind gefragt

Amerikas wichtigsten Aktienindizes starten den Handelstag einheitlich im Plus. Nachdem Ausverkauf des gestrigen Tages decken sich Anleger wieder mit Aktien ein. Vor allem Finanz- und Technologieaktien sind gefragt. Pharma und Ölwerte werden verkauft. Unterstützung erhält der Markt von Staranalystin Abby Cohen von Goldman Sachs. Die Mehrheit der S & P 500 Werte sei unterbewertet und es böten sich einige Schnäppchen.

Zu den größten Nasdaq Gewinnern gehören im frühen Handel die Aktien von Qualcomm, Microsoft, Cisco und Cinea. Der Dow Jones Index profitiert ebenfalls von Punktgewinnen bei Microsoft und bei Intel.



Frische Wirtschaftsdaten stimmen die Anleger zumindest ein wenig zuversichtlicher, was eine mögliche Senkung der Leitzinsen betrifft. Die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg in der vergangenen Woche auf das bisher höchste Niveau in diesem Jahr. Die durchschnittliche Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung der vergangenen vier Wochen liegt auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahren. Mit 375 000 Erstanträgen übertrifft die Zahl sogar die Erwartungen der Analysten um 10 000 Anträge. Damit deutet erneut ein Indikator auf die Abkühlung der US-Konjunktur hin. Anleger hoffen, dass Notenbank-Chef Alan Greenspan die Zinsen auf der nächsten Fed-Sitzung senken wird, um eine harte Landung der US-Wirtschaft zu vermeiden.



Die Sorgenkinder des gestrigen Tages erholen sich am Morgen wieder. Vor allem der Finanzsektor war gestern wegen Spekulationen zu Bankenpleiten in Japan unter Druck geraten. Für Entwarnung sorgt am Morgen Goldman Sachs. Die Analysten halten die Angst, dass eine mögliche Bankenkrise in Japan auch die US-Banken beeinträchtigen könnte, für überzogen. Das an japanische Unternehmen vergebene Kreditvolumen, inklusive Derivate, belief sich im vergangenen September auf lediglich 25 Milliarden Dollar und damit auf ein Prozent der gesamten US-Bankeinlagen. Goldman Sachs empfiehlt die Aktie von Bank of America zum Kauf. Die Analysten von Merrill Lynch stufen Kreditkartenunternehmen American Express hoch.



Dass die Wall Street in den vergangenen Tagen bereits einen Teil der schlechten Nachrichten vorweggenommen hat, erkennt man an den Kursgewinnen bei Handyhersteller Nokia. Trotz revidierter Wachstumsprognosen notiert die Aktie freundlich. Spekulationen, dass der größte Mobiltelefonhersteller der Welt seine Wachstumserwartungen nach unten korrigieren könnte, hatte den Titel bereits in den vergangenen Tagen an Wert gekostet. In diesem Jahr sollen branchenweit lediglich zwischen 450 bis 500 Millionen Funktelefone verkauft werden. Bisher lagen die Prognosen in einer Spanne von 500 bis 550 Millionen Stück. Der Umsatz wird im ersten Quartal statt um 25 bis 30 Prozent nun lediglich um 20 Prozent steigen, teilte das Management mit. Auch Konkurrent Motorola und Telekommunikationskonzern Sprint können an Wert zulegen.



Unter die Räder kommen dürften Flugaktien heute erneut. Vorbörslich warnt United Airlines, dass der Verlust im ersten Quartal 2001 höher ausfallen wird als zunächst prognostiziert. Das wirtschaftlich schwache Umfeld habe sich deutlicher bemerkbar gemacht, als ursprünglich angenommen. So sei zum Beispiel die Zahl der Firmenreisen gesunken. Wie groß der Verlust sein wird, sagte das Unternehmen nicht. Es ging zudem davon aus, dass es auch im Gesamtjahr 2001 deutlicher in die roten Zahlen rutschen wird. Die Aktie verliert an Wert.



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