Finanzdienstleister standen im Fokus
Neuer Markt: vierter Anstieg in Folge

Die Aktien am Neuen Markt der Frankfurter Börse haben sich zum Wochenausklang in der Gewinnzone gehalten. Der Nemax verbuchte zum vierten Mal in Folge bei Handelsende einen Kursaufschlag.

dpa-afx FRANKFURT. Der Auswahlindex legte um 0,97 Prozent auf 1.249,11 Punkte zu. Der alle Werte umfassende Nemax All Share gewann 1,04 Prozent auf 1.179,80 Zähler.

"Wir hoffen, dass sich die Kurse jetzt langsam stabilisieren", sagte ein Händler in Frankfurt. "Neue Höhenflüge können wir jetzt nicht gebrauchen, aber nach dem Wochenende langsam und stetig aufwärts, das wär schön".

Die zwischenzeitlich leicht abbröckelnden Kurse bezeichnete ein anderer Händler als "Ermüdungserscheinungen" und nannte sie "absolut nicht beunruhigend". Der Rummel um die Vertrauensfrage der rot-grünen Regierungskoalition habe den Markt nicht bewegt. "Das interessiert hier überhaupt keinen", sagte der Börsianer.

Begehrt waren die Aktien der comdirect Bank, nachdem der Online-Broker zuvor überraschend gute Zahlen vorgelegt hatte. Die Papiere zogen um 5,88 Prozent auf 11,17 Euro an. "Ich bin mit den Zahlen glücklich", sagte Alexander Kachler, Analyst bei Merck Finck.

Auch die Analysten der WestLB Panmure zeigten sich zufrieden und stuften die comdirect-Aktien von "Neutral" auf "Outperform" herauf. Comdirect hatte im dritten Quartal konzernweit einen Verlust von 9,6 Millionen Euro und in den ersten neun Monaten von 46,4 Millionen Euro ausgewiesen. Das Unternehmen verhandelt nach eigenen Angaben mit möglichen Interessenten über den Kauf der Töchter in Frankreich und Italien.

Die Papiere des Online-Brokers DAB Bank fielen um 0,55 Prozent auf 16,30 Euro und zeigten sich damit unbeeindruckt von einer aktuellen Analyse der Investmentbank JP Morgan. Darin hatten die Analysten ihre Gewinn-Prognosen für das Unternehmen angehoben - ungeachtet der schwächer als vom Markt erwartet ausgefallenen Ergebniszahlen.

Der Finanzdienstleister-Sektor drehte nach seinen Vortagesverlusten ins Plus: Der Index für diesen Bereich legte um 1,08 Prozent auf 33,54 Zähler zu. Consors-Aktien trugen zu diesem Aufschlag nicht bei; sie fielen um 6,96 Prozent auf 12,57 Euro.

Mit einem Plus von 30,91 Prozent auf 1,44 Euro galoppierten die Papiere des Kabelnetz-Betreibers Carrier1 dem Index vorneweg. Auch die Aktien des Sicherheitssoftware-Anbieters Biodata setzten sich mit einem Aufschlag von 15,52 Prozent auf 0,67 Euro weit von den übrigen Aktien ab. "Das sind immer noch Pennystocks - was da passiert, interessiert überhaupt nicht", sagte ein Händler. "Das sind doch durchgeknallte Markteilnehmer, die da den Kurs bewegen".

Gewinnmitnahmen drückten den Kurs von Senator Entertainment. Die Aktien des Medienunternehmens tummelten sich im Verliererfeld des Nemax 50 und gingen mit einem Kursverlust von 6,76 Prozent auf 4,55 Euro ins Wochenende.

EM.TV & Merchandising AG litten unter dem Verkauf eines größeren Aktienpakets. Sie fielen um 6,64 Prozent auf 1,97 Euro. "Zu Handelsbeginn hat sich ein institutioneller Investor von einem Aktienpaket getrennt", begründete ein Händler in Frankfurt den Kursrutsch. An den beiden Vortagen sei die Aktie um jeweils mehr als vier Prozent gestiegen.

Die Aktien von IM InternationalMedia stiegen um 2,79 Prozent auf 25,39 Euro. Die Analysten der Hessisch-Thüringischen Landesbank (Helaba) hatten ihr Anlageurteil "Übergewichten" trotz der unerwartet schwach ausgefallenen Umsatzzahlen bestätigt.

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