Finanzgebahren des Ex-Schatzmeisters der CDU sei "wirklich zweifelhaft"
CDU-Obmann Schmidt kritisiert Kiep scharf

dpa BERLIN. Der CDU-Obmann im Spendenuntersuchungsausschuss, Andreas Schmidt, hat den früheren Schatzmeister der Partei, Walther Leisler Kiep, scharf kritisiert. "Das Finanzgebaren von Herrn Kiep ist schon wirklich zweifelhaft und ist auch kritikwürdig. Insofern ist er auch nicht schützenswert aus der Sicht der Union", sagte Schmidt am Mittwoch im Westdeutschen Rundfunk.

CDU-Bundesgeschäftsführer Willi Hausmann hatte am Dienstag mitgeteilt, dass Kiep der Partei eine Million Mark überwiesen hat. Bei Nachforschungen auf seinen Konten hätten sich Kiep zufolge Vermutungen verdichtet, dass sich dort Geld befinde, das der CDU zustehe. Schmidt sagte, er habe kein Verständnis dafür, dass man einfach so eine Million Mark auf dem Konto finden könne. Das sei kein Skandal der CDU, sondern werfe ein schlechtes Licht auf Kiep.

Schmidt ging davon aus, dass das von Kiep überwiesene Geld vom "Norfolk"-Konto stammt. Die CDU-Stiftung "Norfolk" gilt als eine Schwarzgeldquelle der Partei. Es handele sich um einen Teil der 1,5 Millionen Schweizer Franken, die unter Kiep, dem ehemaligen CDU - Wirtschaftsprüfer Horst Weyrauch und dem Ex-Generalbevollmächtigten der CDU-Schatzmeisterei, Uwe Lüthje, aufgeteilt worden seien. Das Auftauchen des Geldes sei für ihn insofern keine Überraschung, sondern betätige nur die Aufklärungsergebnisse der Union.

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