Finanzielle Einbußen werden befürchtet
Ostdeutsche sehen Euro-Einführung mit Skepsis entgegen

Die Mehrheit der Haushalte in Ostdeutschland und Berlin bewertet die Einführung des Euro mit großer Skepsis.

25.04.2001 ap LEIPZIG. Dies sei das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 990 Haushalten Ende Februar/Anfang März dieses Jahres, teilte das Institut für Marktforschung am Montag in Leipzig mit. 76 Prozent der Befragten hätten dabei Befürchtungen beim Ersatz der Mark durch den Euro geäußert, nur 18 Prozent freuten sich über die gemeinsame europäische Währung.

Erhebliche Unterschiede im Bezug auf die Euro-Einführung stellten die Marktforscher in Abhängigkeit von der Höhe des verfügbaren Haushaltnettoeinkommens fest. So sähen 84 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von bis zu 2.500 Mark dem Euro mit Befürchtungen entgegen. In Haushalten mit über 6.500 Mark seien es nur 61 Prozent, hieß es. Nach dem Alter des Haushaltvorstandes betrachtet äußerten 81 Prozent der Haushalte mit einem Haushaltvorstand ab 55 Jahren derartige Befürchtungen. In den jüngeren Haushalten mit Haushaltvorständen zwischen 18 und 45 Jahren sehen 72 Prozent der Umstellung mit Skepsis entgegen, in der Gruppe zwischen 45 und 55 Jahren seien es 70 Prozent.

48 Prozent der Befragten rechneten den Angaben zufolge mit finanziellen Einbußen bei der Einführung der neuen Währung. Die Hälfte seien der Meinung, dass ihnen weder Vorteile noch Einbußen entstünden, ein Prozent rechne mit finanziellen Vorteilen durch die Währungsumstellung.

15 Prozent derer, die mit Einbußen erwarteten, hätten bereits über Möglichkeiten nachgedacht, wie sie diese ausgleichen könnten. So wollten vier Prozent Wohneigentum erwerben und jeweils drei Prozent beabsichtigten, ihr Geld in außereuropäische Währungen zu tauschen oder außereuropäische Wertpapiere zu kaufen. 76 Prozent der Haushalte mit erwarteten Einbußen hätten diesbezüglich noch keine Überlegungen angestellt, teilten die Leipziger Marktforscher mit.

Weitere Informationen unter:
http://www.imleipzig.de

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