Finanzielle Kennziffern fehlen
FAG-Betriebsräte lehnen Übernahme durch INA weiter ab

Der Betriebsrat des Wälzlagerkonzerns FAG Kugelfischer AG hat die Zusagen der INA-Holding zur Beschäftigungs- und Standortsicherung als unglaubwürdig abgelehnt und seine Kritik an dem feindlichen Übernahmeversuch bekräftigt.

Reuters FRANKFURT. INA-Chef Jürgen Geißinger habe "lediglich pauschale Bestandszusagen gegeben, die in dieser Form nicht glaubwürdig sind", teilte der FAG-Konzernbetriebsratschef Klaus Weingart am Sonntag mit. Mangelnde Transparenz, unterschiedliche Unternehmenskulturen und die unfreundliche Art des Vorgehens bestärkten den Betriebsrat in seiner Ablehnung des Angebots, das pro FAG-Aktie einen Preis von elf Euro vorsieht. Vor Bekanntwerden des Angebots notierte FAG bei 7,10 Euro.

Vorstand und Betriebsrat von FAG hatten am Freitag ihre Aktionäre vor dem Angebot des privaten Wälzlagerherstellers und Automobilzulieferers INA-Holding Schaeffler KG gewarnt, da Kugelfischer in diesem Fall zerschlagen werde und massiver Stellenabbau drohe, sagten sie. Geißinger hatte zuvor erneut bekräftigt, dass keiner der 18 000 Arbeitsplätze bei Kugelfischer wegfallen solle. Allein die ohnehin zum Verkauf stehende FAG-Nähtechnik-Tochter Dürkopp Adler passe technologisch nicht zu INA. "Aber bei uns hat jeder seine Daseinsberechtigung, der Geld verdient", sagte Geißinger.

Durch einen Zusammenschluss der beiden fränkischen Unternehmen entstünde mit 54 000 Mitarbeitern und mehr als 6,3 Mrd. Euro Umsatz (2000) der zweitgrößte Wälzlagerkonzern der Welt. Die INA will für die Übernahme bis zu 670 Mill. Euro ausgeben.

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