Finanzierung offenbar nicht gesichert
Bayer wird Rhein-Chemie doch nicht los

Der geplante Verkauf der Rhein-Chemie-Gruppe des Bayer-Konzerns an die US-Beteiligungsgesellschaft Advent International ist geplatzt.

Reuters LEVERKUSEN. Die im Oktober abgeschlossene Vereinbarung über den Verkauf sei einvernehmlich aufgelöst worden, da in einigen offenen Punkten keine Übereinkunft erzielt werden konnte, teilte Bayer am Donnerstag mit. Derzeit würden verschiedene strategische Optionen geprüft. Das Ziel, die Nettoverschuldung bis zum Jahresende auf unter zehn Mrd. Euro zu senken, werde dennoch erreicht, betonte ein Sprecher.

Reuters hatte zuvor aus Unternehmenskreisen erfahren, dass die Finanzierung des vereinbarten Kaufpreises von 215 Mill. Euro nicht gesichert gewesen sei. Für die Rhein-Chemie-Gruppe interessiere sich ein weiterer US-Finanzinvestor, hieß es in den Kreisen weiter. Das Umfeld sei zur Zeit allerdings schwierig. Die mit Advent International vereinbarten 215 Mill. Euro hätten bereits deutlich unter dem zunächst angestrebten Erlös von 300 bis 340 Mill. Euro gelegen, erfuhr Reuters.

Die in Mannheim ansässige Rhein Chemie Rheinau GmbH setzte früheren Angaben zufolge im vergangenen Jahr 322 Mill. Euro um. Die Gruppe steht schon seit längerem auf der Verkaufsliste von Bayer, da sie nicht mehr zum Kerngeschäft gehört. Das Unternehmen bietet Wirkstoffpräparate und Spezialchemie unter anderem für die Gummi-, Schmierstoff- und Kunststoffindustrie an und beschäftigt früheren Angaben zufolge 1100 Mitarbeiter.

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