Finanzkraft sei nicht in Gefahr
Independent Research bewertet Hannover Rück mit "marktneutral"

Analysten von Independent Research haben die Aktie der Hannover Rückversicherungs-AG von "Übergewichten" auf "Marktneutral" herunter gestuft, nachdem das Unternehmen erste Schätzungen zu den Ergebnisbelastungen durch die bei den Anschlägen in New York entstandenen Schäden veröffentlicht hatte.

dpa-afx FRANKFURT. Die Finanzkraft des im MDax gelisteten Unternehmens sei allerdings nicht in Gefahr, heißt es in einer am Freitag vorgestellten Kurzstudie. Auch die fundamental positive Einschätzung der Gesellschaft bleibe bestehen. Am Ende des Jahres werde eine schwarze Null in der Konzernbilanz stehen, schätzen die Analysten. Sie rechnen mit einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,01 Euro. Vorher waren sie von 7,80 Euro EPS ausgegangen.

Die von der Hannover Rück geschätzten Schadenleistungen von rund 400 Mill. Euro seien im Vergleich mit anderen Rückversicherern absolut gering. Da die Gesellschaft aber ein weitaus geringeres Geschäftsvolumen als die Konkurrenten habe, wirke sich das Attentat stärker auf die Unternehmensbilanz aus.

Außerdem seien die USA mit 52 % der Prämienzahlungen der größte Markt der Hannover Rück. Beides zusammen könnte das Jahresergebnis des Konzerns in den Break-Even-Bereich rutschen lassen. Für 2002 würden sich die Erwartungen durch die Attentatsserie nicht ändern.

Seit Dienstag sei die Marktkapitalisierung der Hannover Rück um rund 300 Mill. Euro auf gut 2,0 Mrd. Euro gesunken. Damit sei die zu erwartenden Belastung eingepreist, was nach Ansicht der Independent-Experten eine Einstufung als "Marktneutral" rechtfertige.

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