Finanzminister Eichel habe die Flugbereitschaft der Bundeswehr privat genutzt
Bundestagspräsident kritisiert Berichterstattung über Eichels Flüge

Es würden Beschuldigungen aufgestellt, für die es keine Beweise gebe, so Wolfgang Thierse. CDU-Generalsekretär Meyer fordert eine schnelle Aufklärung der Vorwürfe, Eichel hätte die Flugbereitschaft der Bundeswehr zu privaten Zwecken genutzt.

ap/ddp FRANKFURT/BERLIN. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat Bundesfinanzminister Hans Eichel gegen Vorwürfe der Presse in Schutz genommen, dieser nutze die Flugbereitschaft der Bundeswehr auch privat. Dies sei ein "anstößiger Vorgang", weil Beschuldigungen aufgestellt würden, für die es keine Beweise gebe, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ZDF-Morgenmagazin. So werde die "Glaubwürdigkeit demokratischer Politiker" untergraben.

Im Rückblick auf das Jahr 2000 sagte Thierse, die Parteispendenaffäre der CDU sei die schwerwiegendste Erschütterung gewesen. Die CDU habe sich aber "erstaunlich schnell" wieder gefestigt. Dass Altbundeskanzler Helmut Kohl weiterhin die Namen seiner anonymen Spender verschweige, sei ein "anhaltendes Ärgernis", doch sei die Affäre "im wesentlichen abgeschlossen".

Laurenz Meyer fordert schnelle Aufklärung der Vorwürfe

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer fordert von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) eine schnelle Aufklärung der Vorwürfe im Zusammenhang mit der Nutzung der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Eichel sei gut beraten, "möglichst schnell Fakten auf den Tisch zu legen", sagte Meyer am Freitag in Berlin. Der Minister baue für sich zwar den "Nimbus eines sparsamen Hausvaters" auf, wenn es ihm ans eigene Geld gehe, sehe dies jedoch anders aus. Dem SPD-Politiker wird vorgeworfen, dienstliche und private Flüge miteinander verbunden zu haben.

Eichels Rechtfertigungen zu den Vorwürfen seien "nicht richtig ernst zu nehmen", sagte Meyer. Sie erinnerten ihn an die Flugaffäre in Nordrhein-Westfalen.

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