Finanzminister erwartet kontinuierliche Erholung der US-Wirtschaft
US-Verbrauchervertrauen drastisch gestiegen

Wichtige US-Konjunkturindikatoren haben am Dienstag eine freundliche Entwicklung der US-Wirtschaft signalisiert. Der viel beachtete Index des US-Verbrauchervertrauens stieg im März deutlich stärker als erwartet auf den höchsten Stand seit August 2001. Auch die Auftragseingänge für langlebige Güter kletterten im Februar deutlicher als von Volkswirten prognostiziert.

Reuters NEW YORK. "Ich denke, das spiegelt eine sich verbessernde und gesunde Wirtschaft wider", sagte Chef-Ökonom Gary Thayer von A.G. Edwards and Sons. Auch US-Finanzminister Paul O'Neill und hochrangige Mitglieder der US-Notenbank zeigten sich zuversichtlich für eine weitere Erholung im Jahresverlauf. Die US-Finanzmärkte nahmen die Konjunkturdaten positiv auf.

Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board mitteilte, stieg der Gesamt-Index des Verbrauchervertrauens im März auf 110,2 von revidiert 95,0 Punkten im Februar. Analysten hatten lediglich mit einem Plus auf 98,8 Zähler gerechnet. "Jetzt sind wir bei Werten, die jeder mit weiter gutem Wachstum verbindet. Und das sollte sich in einen anziehenden Konsum übersetzen", sagte Direktor Lynn Franco von Conference Board.

Der Teilindex für die Erwartungen kletterte im März auf 109,3 Punkte nach revidiert 94,0 Zählern im Februar. Der Index für die gegenwärtige Situation stieg auf 111,5 nach revidiert 96,4 Punkten. Er machte im vergangenen Monat damit den größten Sprung seit 25 Jahren. Die Daten basieren auf einer Umfrage unter 5000 Haushalten. Der Index des Verbrauchervertrauens gilt als wichtiger Indikator für die künftige Entwicklung der US-Konsumausgaben, die rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in der weltgrößten Volkswirtschaft ausmachen.

Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter - mit einer Lebensdauer von mehr als drei Jahren - stieg nach Angaben des US-Handelsministeriums im Februar im Vergleich zum Januar um 1,5 % auf 179,4 Mrd. Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Plus von einem Prozent gerechnet. Zum Anstieg hätten die um 41 % gestiegenen Bestellungen für Flugzeuge sowie die um 78,6 % gestiegenen Orders für Rüstungsgüter wesentlich beigetragen, teilte das Ministerium mit.

US-Finanzminister Paul O'Neill erwartet im Verlauf von 2002 eine kontinuierliche Erholung der US-Wirtschaft. "Ich schätze, dass wir im Jahresverlauf 2002 eine fortgesetzte Erholung sehen werden. Das Produktivitätswachstum wird stark bleiben, wenn auch nicht immer mit der Rate des vierten Quartals 2001", sagte O'Neill in Washington. Die Produktivität war im Schlussquartal 2001 aufs Jahr hochgerechnet um 5,2 % gestiegen.

Auch der Präsident der Fed von Dallas, Robert McTeer, sagte, er stimme Prognosen für eine aufs Jahr hochgerechnete Wachstumsrate von fünf bis sechs Prozent im ersten und vier Prozent im zweiten Halbjahr zu.

Die US-Aktienmärkte zogen nach der Veröffentlichung der Indikatoren an und hielten sich mehr als ein Prozent im Plus. Konjunktursensitive Werte wie die von Finanzdienstleistern hätten den Dow-Jones-Index angetrieben, sagten Börsianer.

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