Finanzminister verweist auf niedriges Wachstum in Deutschland
Frankreich will mit Steuersenkungen die Wirtschaft ankurbeln

Trotz eines verlangsamten Wirtschaftswachstums will die französische Regierung an den zugesagten Steuersenkungen festhalten.

ap PARIS. Finanzminister Laurent Fabius sagte dem Radiosender RTL, die Regierung unter Führung der Sozialisten werde die Steuern senken, um den Verbrauch und die Investitionen zukurbeln. Die Nationale Statistikbehörde INSEE hatte am Freitag erklärt, die französische Wirtschaft werde in diesem Jahr um 2,3 % wachsen. Zu Beginn des Jahres war das Institut noch von drei Prozent ausgegangen.

"Die Steuern in Frankreich sind zu hoch, sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen", sagte Fabius. Mit Hilfe von Steuererleichterungen sei eine Wachstumsrate von 2,3 % erreicht worden, während Deutschland sich mit nur einem Prozent zufrieden geben müsse. Hauptziel sei jedoch die Verringerung der Arbeitslosenrate. Seit der Regierungsübernahme 1997 haben die Sozialisten die Arbeitslosenquote von 12,6 auf 8,7 gesenkt. Dies gelang hauptsächlich mit einer gesetzlich festgelegten Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden. Fabius räumte jedoch ein, die Schaffung von Arbeitsplätzen werde sich in diesem Jahr verlangsamen. Wahrscheinlich entstünden nur noch 300 000 neue Stellen; im vergangenen Jahr waren es noch 600 000.

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