Finanzministerium
Haushaltsschulden lohnen nicht

Nach Aussagen des Bundesfinanzministeriums hat sich die Verschuldung des Bundes in den vergangenen 30 Jahren nicht gelohnt.

Reuters BERLIN. "In den letzten 30 Jahren hat der Bund 569 Milliarden Euro an Krediten aufgenommen und in der gleichen Zeit für diese Kredite 538 Milliarden Euro an Zinsen ausgegeben", erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwoch in Berlin nach der Verabschiedung des Bundeshaushalts 2003 durch das Kabinett. Ohne diese Kredite habe der Bund nahezu die gleichen Ausgaben leisten können, etwa für Infrastrukturinvestitionen.

Mit einem Verzicht auf die Verschuldungspolitik der vergangenen Jahrzehnte hätte man im Haushalt des kommenden Jahres 38 Milliarden Euro für Zukunftsprojekte einsetzen können. Dieses Geld müsse nun allerdings für Zinsausgaben ausgegeben werden.

Aus diesem Grund setze Bundesfinanzminister Hans Eichel seine Konsolidierungspolitik fort. Im Jahr 2006 werde der Bund erstmals seit 1970 einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorlegen.

Der Gesamtschuldenstand des Bundes beträgt nach Angaben des Finanzministeriums derzeit rund 700 Milliarden Euro. Nach dem Beschluss des Kabinetts soll die Neuverschuldung im kommenden Jahr 15,5 Milliarden Euro betragen.

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