Finanzprobleme zurückgewiesen
Wedeco sieht keinen Bedarf an zusätzlichen Krediten

Die Wedeco AG Water Technologie hat Berichte über angebliche Finanzprobleme zurückgewiesen. Es gebe keinen Bedarf an zusätzlichen Krediten, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer MDax-Unternehmens, Holger Künzel, am Montag im Gespräch mit der Agentur vwd.

vwd DÜSSELDORF. Auch habe Wedeco keine Probleme mit den Hausbanken. Die Institute hätten anders lautende Meldungen ebenfalls zurückgewiesen. Keine der drei Geschäftsbanken habe den Wunsch geäußert, sich aus dem bestehenden Kreditgeschäft mit Wedeco zurückzuziehen.

Die "Prior-Börse" hatte am vergangenen Freitag berichtet, die Banken wollten ihre bisher gewährten Darlehen "lieber heute als morgen" zurück haben. Künzel verwies darauf, dass Wedeco derzeit Gespräche mit zahlreichen Banken führe, um kurzfristige Verbindlichkeiten in langfristige Darlehen umzuwandeln. Dabei gehe es allerdings lediglich darum, das derzeit niedrige Zinsniveau für das Unternehmen auch langfristig zu sichern. Die Gespräche verliefen "konstruktiv und ohne jede Irritation".

Künzel bekräftigte die von Wedeco bisher veröffentlichten Prognosen für das laufende Jahr. Es gebe auch nach dem dritten Quartal keine Veranlassung, die Erwartungen zu senken, sagte er. Unter der Voraussetzung, dass das Industriegeschäft konjunkturell bedingt nicht weiter zurückgehe, seien auch die Planungen für 2003 nicht gefährdet. Wedeco hatte im August bei der Vorlage des Halbjahresberichts noch einmal bekräftigt, im laufenden Jahr einen Umsatz von 140 Millionen Euro ein Ebitda von 22,5 Millionen und einen Überschuss von 8,4 Millionen Euro erreichen zu wollen. Die Zahlen zum dritten Quartal will der Spezialist für Wasseraufbereitung am 12. November veröffentlichen.

In einer Stellungnahme des Vorstands zu dem "Prior"-Bericht, der vwd vorliegt, heißt es, das Ebitda im Verhältnis zum Umsatz werde Ende 2002 voraussichtlich bei 16 Prozent liegen nach 13,3 Prozent im ersten Halbjahr. Die höhere Goodwill-Abschreibung und das geringere Industriegeschäft, das in den Planungen für 2002 und 2003 enthalten sei, führe erwartungsgemäß zu einem Rückgang der Netto-Umsatzrendite.

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