Finanztitel sind heute Verlierer
Old Economy im Dax gefragt

Dank SAP konnte der Dax den schwachen Vorgaben aus New York trotzen und lag gegen 17 Uhr knapp im Plus.

rtr FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte haben am Montagnachmittag trotz einer leichten Eröffnung der US-Märkte weiterhin fester tendiert. Händlern zufolge wurde der Markt vor allem von den Aktien der SAP positiv beeinflusst, die nach der Veröffentlichung über den Erwartungen liegender Quartalszahlen um zeitwiese mehr als 23 % in die Höhe schossen. Für überaus schwache US-Vorgaben von der Technologiebörse Nasdaq machten Händler die anhaltenden Ängste vor einer US-Rezession verantwortlich. Einige Studien hätten erneut vor Umsatzeinbrüchen in der IT-Branche gewarnt, sagte Markus Knoß, Händler bei der Baden Bank. -Württembergischen Der deutsche Markt reagiere darauf zusehends mit Umschichtungen von den Technologietiteln in die traditionellen Branchen.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) notierte eine Stunde nach US-Handelsauftakt 0,39 % im Plus bei 6407 Zählern. Der MDax für die mittleren Werte lag zur gleichen Zeit 1,54 % im Minus bei 4580 Zählern. In den USA fiel der US-Technologieindex Nasdaq Composite im frühen Handel erneut rund zwei Prozent, nachdem das Börsenbarometer Ende der vergangenen Woche über sechs Prozent nachgegeben hatte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones lag 0,25 % tiefer bei 10 636 Zählern.

Gegen den Trend der Bankenbranche legten Commerzbank auf Grund von erneuten Übernahmespekulationen kräftig zu. Die Investorengruppe Cobra will nach eigenen Angaben in absehbarer Zukunft rund zehn Prozent von ihrem Commerzbank-Paket von 16 % an ausländische Investoren verkaufen. Über die Käufer machte Cobra keine genaueren Angaben. Die Commerzbank kommentierte die Ankündigung nicht. Die Aktie der Commerzbank stieg in der Spitze um 4,8 % auf 33,37 Euro, lag jedoch am späten nachmittag wieder bei 32,54 Euro.

Gefragt waren außerdem Unternehmen der "Old Economy" wie beispielsweise MAN, die sich um 1,84 % auf 29,38 Euro verteuerten. Wie üblich tendierten diese Werte fester, wenn das Käuferinteresse an den Technologietiteln nachließe, sagten Händler. Epcos sowie Infineon erlitten Kurseinbußen von 2,4 % beziehungsweise 1,5 %.

Auf der Verliererseite standen die Finanztitel. Börsianer verwiesen als Begründung auf Presseberichte über angebliche Schwierigkeiten bei Bank of America. Branchenverlierer waren Dresdner Bank mit einem Minus von 1,7 % auf 45,61 Euro. Die Sorgen um die US-Autokonjunktur belasten unterdessen die deutschen Fahrzeughersteller. VW büßten 2,45 % auf 56,58 Euro ein. Die Wolfsburger litten zusätzlich unter einer Herabstufung durch die ABN Amro Bank. Schwach präsentierten sich auch die Papiere der Deutschen Telekom. Vor allem Hedge-Fonds hätten mit der Aktie Gewinne realisiert, sagte ein Händler. Am späten Nachmittag notierte die T-Aktie 2,36 % im Minus bei 33,98 Euro.



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