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Finanztitel stärker

New Yorks Aktienmärkte präsentieren sich in der Verlustzone. Während die jüngsten Konjunkturdaten am Morgen für Kursgewinne bei den Finanztiteln sorgten, sorgen das andauernde Debakel um den künftigen Präsidenten der USA und eine Reiher negativer Analystenkommentare am Dienstag für trübe Stimmung auf dem Märkten.

Die Auftragseingänge langlebiger Güter gingen im Oktober um 5,5 Prozent zurück. Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang von einem Prozent gerechnet. Waren sie im Vormonat noch um 2,4 Prozent gestiegen, deuten die Wirtschaftsdaten heute auf eine Abkühlung der Wirtschaft hin. Die Zahlen zeigen deutlich, dass die US-Hersteller unter hohen Zinsen und einer weltweitsinkenden Nachfrage leiden. Finanztitel profitierten von der Hoffnung, die US-Notenbank könnte bald die Leitzinsen senken. Außer J.P. Morgan gewinnen die Finanztitel an Wert. American Express führt weiterhin die Liste der Dow-Gewinner an.



J.P. Morgan belasten negative Analystenkommentare von Deutsche Banc Alex Brown auf Chase Manhattan. Die Deutsche Bank Alex Brown befürchtet, dass die Quartalsschätzungen von Chase enttäuschen könnten. Angeblich soll das sogenannte "Private Portfolio of stocks", Aktienpositionen, die die Bank auf eigene Rechnung hält, deutlich an Wert verloren haben. Da J.P. Morgan von Chase übernommen wird, tendieren beide Werte durch diese Meldung schwächer.



Amazon

büßt an Wert ein, nachdem die Analysten von Banc of America Wachstumsbedenken äußerten. Der Umsatz des Onlinehändlers werde im kommenden Geschäftsjahr die Wachstumsrate von 40 Prozent nicht erreichen können. Wolle Amazon in weitere Marktsegmente vordringen, wie zum Beispiel dem Verkauf elektronischer Geräte über das Internet, werde der Buch- und CD-Händler mit hohen Markteintrittsbarrieren konfrontiert, so die Analysten.



Investmentbank Salomon Smith Barney belastet die Computer- und Softwarewerte am Dienstag. Die Analysten äußerten sich skeptisch zu Apple. Der Hersteller der bunten Computer versuche, seine Lagerbestände abzubauen und damit ältere Modelle abzustoßen. Neue Rechner könnten Schwierigkeiten haben, Käufer zu finden. Die Analysten befürchten, die Umsatzvorgaben könnten somit nicht erreicht werden.



Microsoft

nahmen die Analysten ebenfalls unter die Lupe. Der Softwaregigant werde das für dieses Quartal prognostizierte Umsatzwachstum von 17 bis18 Prozent nicht erreichen können. Es sei noch zu früh, um wieder in Computerwerte einzusteigen, so die Experten.



Neben J.P. Morgan und Microsoft gehört Eastman Kodak zur Mittagsstunde zu einem der größten Verlierer unter den Dow-Werten. Enttäuschende Umsatzzahlen drücken den Kurs. Die traditionelle Photo-Markt verzeichnet rückläufige Umsatzzahlen. Goldmann Sachs nimmt diese schwachen Wachstumsraten zum Anlass, die Aktie auch weiterhin nur mit "halten" einzustufen.

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