Finanzwerte drücken Dax
Börse wartet auf die Powell-Rede

Massive Kursverluste bei den Finanztiteln und dem Index-Schwergewicht Siemens haben am Dienstag den Deutschen Aktienindex tief ins Minus gedrückt.

HB/rtr/dpa FRANKFURT. Auf den Kursen laste im Vorfeld der für Mittwoch erwarteten Rede des US-Außenministers Colin Powell im UNO-Sicherheitsrat zu Irak die wieder stärker werdende Angst der Anleger vor einem Krieg, sagten Händler. "Momentan gibt es keinen Grund, Aktien zu kaufen", so Aktienhändler Stefan Buchholz von der DZ Bank.

Der Dax ging mit einem Minus von 4,32 Prozent bei 2632,98 Punkten aus dem Handel. Der MDax büßte 1,31 Prozent auf 2963,85 Zähler ein, während der Nemax 50 am Neuen Markt um 2,36 Prozent auf 351,03 Punkte verlor. Bei den Finanzwerten und auch den Automobilaktien sei der Handel recht lebhaft gewesen, sagte ein Aktienhändler in München. Jedoch hätten fundamentale Daten die Anleger wenig interessiert. Sie hätten vielmehr auf Stimmungen und Zukunftsprognosen reagiert.

Die stärksten Verluste im Dax und auch zugleich im Euro-Stoxx 50 gab es bei den HypoVereinsbank-Aktien. Sie schlossen 8,10 Prozent schwächer mit 11,35 Euro, während die Papiere der Münchener Rück um 7,28 Prozent auf 82,70 Euro absackten. Zusätzlich zur allgemein schlechten Situation an den Finanzmärkten habe der besorgte Blick der Analysten auf die finanzielle Situation bei der Münchener Rück belastet. Die Allianz-Aktien büßten um 5,95 Prozent auf 69,60 Euro ein.

Die Kurse der Geldhäuser litten hingegen unter der Furcht der Anleger vor den in den kommenden Tagen erwarteten Bilanzzahlen. Am Montag wurde bekannt, dass der Vorsteuerverlust 2002 der Commerzbank größer ausgefallen sei als von Analysten erwartet. Commerzbank-Aktien schlossen darauf mit einem Minus von 3,33 Prozent auf 6,38 Euro, während der Kurs der Deutsche Bank um 4,48 Prozent auf 37,31 Euro verlor.

Minuszeichen gab es auch bei den Autowerten. Volkswagen stürzten um 6,54 Prozent auf 36,31 Euro, nachdem der Konzern erneut mehrere Hunderttausend Fahrzeuge in die Werkstätten rief. Bereits in der Vorwoche hatte VW eine entsprechenden Aktion angekündigt. BMW verbilligten sich nach Bekanntgabe der Absatzzahlen in den USA um 3,18 Prozent auf 26,77 Euro.

Linde legten hingegen um 3,4 Prozent auf 31,30 Euro zu. Und auch den Papieren der Deutschen Börse gelang im späten Abendhandel der Wechsel in den grünen Bereich. Die Aktien behaupteten sich gut bei 34,68 Euro. Am Neuen Markt verloren GPC Biotech im elektronischen Handel um 7,14 Prozent auf 2,73 Euro, während sich STEAG-Aktien um 5,07 Prozent auf 2,28 Euro verteuerten.

Der Rentenindex Rex legte um 0,32 Prozent auf 118,66 Punkte zu. Der Bund Future gewann 0,46 Prozent auf 115,39 Punkte. Die Umlaufrendite fiel auf 3,77 (Montag: 3,84) Prozent. Der Euro ist am Dienstag gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0822 (1,0729) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9240 (0,9321) Euro.

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