Finanzwerte fest
Dax steigt auf Jahreshoch

Der Dax ist am Mittwoch auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Aktienhändler führten die Aufschläge auf starke Nachfrage von Investmentfonds und die gute Stimmung an den US-Börsen zurück. Zuvor hatte EZB-Präsident Wim Duisenberg in einem Zeitungsinterview neue Zinssenkungshoffungen geschürt.

vwd FRANKFURT. Dies sei besonders für die Finanzaktien positiv, sagten Börsianer. Der DAX gewann 1,2 Prozent bzw 38 auf 3.178 Punkte. Die größten Kursgewinne wiesen dabei Deutsche Bank und HypoVereinsbank aus.

"Weitere Zinssenkungen sind durchaus möglich. Denn die Zinsen im Eurooraum liegen noch immer höher als in den USA." Mit diesen Worten zitierte eine Zeitung am Mittwoch den Präsidenten der Euroopäischen Zentralbank, Wim Duisenberg, und stützte damit die Stimmung für den Aktienmarkt. Gerade die Finanzwerte profitierten als erste von niedrigen Zinsen, verbillige sich damit doch auch ihre Refinanzierung, sagte ein Aktienhändler. Bereits seit Tagen sei eine auffällig starke Nachfrage im Finanzsektor zu beobachten. Vor allem Aktienfonds schienen in diesem Sektor ihre Bestände aufzustocken.

Versicherungen und Finanzwerte führten denn auch den Dax-Aufschwung an. Münchener Rück stiegen zur Hauptversammlung um 2,8 Prozent auf 98,48 Euro, Allianz legten um 2,9 Prozent auf 74,90 Euro zu. Hier trieb auch der näher rückende 20. Juni den Kurs an, weil sich das Gewicht der Allianz im Dax zum nächsten Verkettungstermin deutlich erhöhen wird. Zudem bleibe nach den Gerüchten vom Vortag über einen möglichen Verkauf der Dresdner Bank "Fantasie im Markt", sagte ein Händler, auch wenn er das aktuelle Gerücht über ein Interesse der Bank of America als weniger stichhaltig einschätze. Im Bankenbereich stützten zudem anhaltende Übernahmegerüchte die Kurse.

Am Morgen kursierten erneute Spekulationen im Markt, denen zufolge die Citigroup als Käufer für die Commerzbank auftreten könnte. "Zwar halten Analysten dies für unwahrscheinlich, doch kommt damit wieder Bewegung in die gesamte Branche", sagte ein Aktienstratege. Commerzbank bauten ihre Gewinne am Nachmittag um 5,5 Prozent auf 12,46 Euro aus.

Das nützte auch der im MDAX gelisteten WCM. Denn ein Aktienhändler führte als Grund für den Kurssprung bei WCM um 20,5 Prozent auf 2,41 Euro die sehr feste Commerzbank-Aktie an. Ein um einen Cent höherer Kurs bedeute für WCM 300 000 Euro, sagt der Marktbeobachter mit Blick auf den 5,5-prozentigen Anteil von WCM an dem Institut. Ebenfalls im MDax stiegen Continental um 1,5 Prozent auf 18,40 Euro. Aktienhändler berichteten, dass die US-Investmentbank Salomom Smith Barney 1,5 Mio Aktien zu 18,40 Euro platziert.

Deutsche Bank konnten ihren Dividendenabschlag von 1,30 Euro mehr als aufholen, die Titel legten um 2,45 Euro bzw 4,5 Prozent auf 57,11 Euro zu. Nach der positiv verlaufenen Hauptversammlung am Dienstag beflügelten mehrere positive Analystenkommentare den Kurs. HypoVereinsbank kletterten um 6,4 Prozent auf 15,60 Euro.

Gegen den Trend fielen Infineon um 2,3 Prozent auf 8,82 Euro zurück. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte den US-Halbleitersektor heruntergestuft. Zudem teilte der weltgrößte PC-Hersteller Dell mit, dass es noch keine Anzeichen für eine anziehende Technologie-Nachfrage gebe. "Diese beiden Meldungen reichen aus, um die Anleger zu Umschichtungen in andere Sektoren zu bewegen", meinte ein Marktteilnehmer. SAP litten dagegen unter Gewinnmitnahmen und verbilligten sich um 3,8 Prozent auf 107,50 Euro.

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